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Landwirtschaftsministerin Kaniber zeichnet besonders artgerechte Öko-Schweinehaltung aus

tierwohlpreis kloning 350Familie Kloning mit Ministerin Michaela Kaniber (Bildquelle: STMELF Bayern)Der Bayerische Tierwohl-Preis für landwirtschaftliche Nutztierhalter geht in diesem Jahr an den Naturland Betrieb Kloning aus Oettingen im Landkreis Donau-Ries. Betriebsleiter Konrad Kloning wird damit für sein Engagement in der artgerechten ökologischen Schweinehaltung ausgezeichnet. Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber verlieh den Preis am Montag im Staatsministerium in München.

Seit 2012 bewirtschaftet Konrad Kloning seinen Betrieb nach Naturland Richtlinien. Die alten Schweineställe wurden abgerissen und dafür ein moderner, gut durchdachter Neustall mit 240 Mastplätzen für Öko-Schweine gebaut. Von der Jury wurde besonders die gute Aufteilung der Buchten in verschiedene Nutzungsbereiche positiv bewertet. Im Innenbereich gibt es eine Zweiflächenbucht mit einem überdachten und eingestreuten Liegebereiche, dem sogenannten "Nest". Diese Buchten lassen sich durch herausnehmbare Trennwände individuell vergrößern.

Auch der Außenbereich ist in einen Aktivitäts- und einen Abkotbereich unterteilt. Der Aktivitätsbereich ist eine etwas erhöhte, eingestreute und überdachte Fläche, in der die Schweine gerne liegen oder wühlen. Besonders die extra angelegte Wassersuhle hat es der Jury angetan. Hier können sich die Schweine jederzeit im frischen Wasser abkühlen. Dadurch gebe es im Stall auch perfekte Hygienezustände, erklärte Jurymitglied Professor Klaus Reiter von der Landesanstalt für Landwirtschaft.

Für ihre besonders innovative Stalllösung wurde Konrad Kloning nun mit dem Bayerischen Tierwohlpreis für Nutztierhalter 2018 ausgezeichnet. „Familie Kloning meistert die Herausforderung einer ökologischenfittosize 600 0 886e227d0b223c40373b0b23b4f64a2d kloning schweinebetriebAußenbereich mit Wassersuhle (Bildquelle: STMELF Bayern) Schweinehaltung Tag für Tag - zum Wohl ihrer Tiere. Und sie bietet ihnen sogar noch tolle Extras, wie die Möglichkeit, sich in einer Wassersuhle abzukühlen“, lobte Ministerin Kaniber die Preisträger in ihrer Laudatio. Dabei betonte sie aber auch: "Tierwohl kostet Geld. Das kann nicht alleine von den Landwirten aufgebracht werden. Vielmehr müssen die Verbraucher bereit sein, sich an der Ladentheke an den Kosten zu beteiligen."

Als weiterer Preisträger wurde der Betrieb von Familie Schwimmer aus Sankt Wolfgang, Landkreis Erding, für ihre besonders artgerechte und moderne Kälberhaltung ausgezeichnet. Beide Preisträger erhalten ein Preisgeld in Höhe von 5.000 €.

Der "Bayerische Nutztierwohl-Preis“ wurde 2018 zum fünften Mal verliehen. Prämiert werden technische, bzw. bauliche Lösungen oder Managementmaßnahmen zur Verbesserung des Wohlbefindens von Rindern, Schweinen, Pferden oder Geflügel in bayerischen Ställen, die konventionell oder ökologisch bewirtschaftet werden. Sie sollen nachhaltig, praxisgerecht und auf andere landwirtschaftliche Betriebe mit Nutztierhaltung übertragbar sein.