Verbraucher

Die Verbundenheit von Sonja und Christian Herb findet sich schon in ihrem Namen wieder: „Herbae“ bedeutet im Lateinischen „Kräuter“.

Und der Name ist Programm in der BioGärtnerei, in der über 700 verschiedene Sorten und Arten aus aller Welt angebaut werden. Dazu kultivieren sie eine breite Vielfalt an Alten Gemüsesorten wie Tomaten, Chilis, Zucchinis und Kohlpflanzen.

Der Familienbetrieb liegt 40 Kilometer östlich von München und ist ein Pionier des ökologischen Landbaus.

Betriebsleiter Lorenz Lex stellte Ende der Siebziger Jahre aus gesundheitlichen Gründen seine Ernährung auf gesunde Vollwertkost um und entschied sich für die Umstellung auf Ökolandbau für den gesamten Hofbetrieb. Seit Gründung des Naturland Verbandes 1982 wirtschaftet der Hof nach dessen Richtlinien.

Wo sich einst schon das "Eichet" befand, dort liegt heute der landwirtschaftliche Betrieb Gut Eichethof, der seit Jahrhunderten zu Schloss Hohenkammer gehört.

Auf dem Schlossgut werden seit Beginn der 1990er Jahre rund 300 Hektar Acker nach den Richtlinien von Naturland bewirtschaftet.

Die Brüder Horst und Erhard Schönegge stellten 1985 den Betriebszweig Gemüsebau des elterlichen Betriebs in Freising auf biologischen Anbau um.
1989 gründeten sie als eigenständigen Betrieb den Naturgarten Schönegge, den sie seitdem nach den Richtlinien von Naturland bewirtschaften. 1992 erfolgte mit wenig Kapital und viel Eigenleistung die Umsiedlung nach Nandlstadt.

Josef Bauer stellte bereits 1990 die Ackerflächen des Seepointerhofs bei Kumhausen auf ökologischen Landbau nach den Richtlinien von Naturland um. Mit der Betriebsübernahme 1999 folgte auch die Umstellung der Hühnerhaltung.

Ein Stall wurde neu gebaut, Volieren und Auslauf für 2.700 Hennen geschaffen.Der Stall und die Außenanlagen wurden 2007 für die Haltung von 4.500 Tieren erweitert.

1981 übernahm der gelernte Kaufmann und Landwirt Reinhold Schmid den 20 Hektar großen elterlichen Betrieb in Kröning im niederbayrischen Getreidegürtel.

Bereits 1992 stellte er den Ackerbau auf ökologischen Landbau um, 1998 – als die Marktsituation dies zuließ – folgte auch die Umstellung der Tierhaltung. Seitdem ist der Betrieb Mitglied im Anbauverband Naturland.

Am östlichen Ortsrand von Otterfing, 25 Kilometer südlich von München, liegt der Hof der Familie Schlickenrieder. Sie bewirtschaftet 70 Hektar Fläche im Vollerwerb nach den Richtlinien von Naturland.

Ihre bunte Milchviehherde mit Nachzucht halten die Schlickenrieders in einem Offenfrontstall, wobei die Tiere von Mai bis Dezember auf die Weide dürfen.

Der denkmalgeschützte Einödhof liegt zehn Kilometer nördlich von Wasserburg am Inn. Anno 1362 erstmals urkundlich erwähnt, ist der Betrieb seit 1984 im Besitz der Familie Raupach. Heute werden 63 Hektar nach den Richtlinien von Naturland ökologisch bewirtschaftet.

Begonnen haben die Raupachs mit Mutterkuhhaltung und der Direktvermarktung von Rindfleisch. Die Mutterkühe samt Nachzucht und Deckstier sind den ganzen Sommer auf der 35 Hektar großen Kurzrasenweide.

Nach sechs Jahren Entwicklungsdienst in Südamerika haben Regina und Ulrich Frey einen landwirtschaftlichen Gemischtbetrieb in ihrer Heimat im nördlichen Odenwald übernommen.
Als Konsequenz ihrer Entwicklungsarbeit haben sie mit der Betriebsübernahme 1992 gleich auf ökologischen Landbau nach Naturland-Richtlinien umgestellt.

Das Hofgut der Familie Holland ist ein vielseitiger Familienbetrieb, auf dem die Hollands mit drei Generationen leben und arbeiten. Im württembergischen Oberschwaben gelegen gelten hier seit 1989 die Naturland-Richtlinien.

Inzwischen wird verstärkt auf Schweinemast gesetzt und das Kleegras von den Äckern hauptsächlich von der Biogasanlage verwertet. Die Schweine haben ständigen Zugang zu befestigten Ausläufen.