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Entwicklungszusammenarbeit 250x166Seit mehr als 40 Jahren importiert die GEPA Öko-Kaffee aus verschiedenen Kooperativen von Kleinproduzenten in Lateinamerika, darunter sechs Kooperativen in Peru. Der Kaffee wird in Deutschland in Geschäften verkauft, die auf den Verkauf von Bio- oder Fair-Trade-Produkten spezialisiert sind, sowie in Supermärkten wie Rewe und Edeka.

Die Umstellung auf biologische Produktion  hat wesentlich zur Nachhaltigkeit des Kaffeeanbaus und zur Steigerung der Rentabilität für Kleinbauern beigetragen. Diese Produktion findet jedoch in einer Region statt, in der konventionelle Produktion dominiert, was ein Risiko der Kontamination mit Pestizidrückständen - insbesondere Glyphosat-Herbizid - darstellt.

Interne Kontrollmechanismen im Anbau des Kaffees und in den nachfolgenden Verarbeitungsschritten sind eine ständige Herausforderung und Teil der Ausbildung. Angesichts der wachsenden Probleme im Anbau, die zum Teil durch den Klimawandel verursacht werden, halten es MISEREOR und Naturland für wichtig, einen Beitrag zur Resistenzsteigerung der Produktion zu leisten. Das Konzept der Agroforstsysteme ist ein ideales Instrument, mit dem Landwirte den zunehmenden Druck von Schädlingen und Krankheiten entgegenwirken und ihre Nutzpflanzen widerstandsfähiger machen können.

Während der Fortbildungsworkshops in den Kooperativen analysiert Naturland gemeinsam mit den Verantwortlichen für Anbau, Einkauf, Verarbeitung und Vermarktung von Bio-Kaffee die Risiken in den verschiedenen Stufen der Wertschöpfungskette. Diese Risiken bestehen vom Anbau bis zum Export des Kaffees. Daher ist es wichtig, dass die Verantwortlichen in der Lage sind, die Risiken einer Kontamination durch Pestizide zu erkennen und geeignete Maßnahmen zur Minimierung der Risiken zu ergreifen. In ähnlicher Weise wird das Konzept der Agroforstsysteme als eine nachhaltige Praxis für den Anbau und den Schutz von Bio-Kaffee vor zunehmender Bedrohung von Schädlingen und Krankheiten eingeführt. 

Am Ende jedes Workshops werden die identifizierten Risiken und mögliche Maßnahmen zu ihrer Minimierung in einer Abschlussdiskussion zusammengefasst. Um gemeinsam nachzudenken und zu lernen, treffen sich die sechs Kaffeekooperativen am Ende jedes einzelnen Trainings in Gruppen im Süden, in der Mitte und im Norden Perus.

Laufzeit: 2020-2021

Ansprechpartner: Manfred Fürst,

Förderer: Dieses von MISEREOR finanzierte Projekt wird in Zusammenarbeit mit ECOTOP durchgeführt, einer Institution mit Fachwissen über dynamische Agroforstsysteme. 

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