Naturland e.V.

Engagement und Projekte

Naturland und seine Organisationen bringen weltweit den ökologischen Anbau voran. Neben unserer "klassischen" Öko-Verbandsarbeit wie Zertifizierung, Information und Netzwerkarbeit engagiert sich Naturland auch in vielen weiteren Projekten zu Themen wie Nachhaltigkeit oder Bildungsarbeit. Hier stellen wir einige davon vor.

Darüber hinaus ist auch die Fachberatung für Naturland an verschiedenen Fachprojekten beiteiligt. Eine Übersicht über diese Projekte finden Sie hier.

 

Verbesserung von Betriebsmitteln im ökologischen Landbau

RELACS Logo 250Öko-Bauern halten sich an hohe Standards bei der Herstellung von qualitativ hochwertigen Lebensmitteln und schonen zugleich die Umwelt. Dennoch muss auch der Öko-Landbau kontinuierlich verbessert werden, um seine ehrgeizigen Ziele zu erreichen. Genau hier setzt das EU-Projekt "Replacement of Contentious Inputs in Organic Farming Systems" (RELACS)  an, an dem auch Naturland beteiligt ist.

"RELACS bietet eine einzigartige Möglichkeit für Landwirtschaftsorganisationen, Beratungsdienste und Forscher, zusammenzuarbeiten und zu noch höheren Umweltstandards im biologischen Landbau beizutragen", betont der Koordinator des im Mai 2018 gestarteten Projekts, Dr. Lucius Tamm.

Durch Vernetzung neue Ideen in der Landwirtschaft voranbringen

Nefertiti 250Im Januar 2018 startete das vierjährige Projekt „Networking European Farms to Enhance Cross Fertilisation and Innovation Uptake through Demonstration” (NEFERTITI). Ziel ist die Vernetzung von herausragenden Betrieben und Praxisbeispielen, um damit den Wissenstransfer zwischen LandwirtInnen zu erhöhen und neue Ideen voranzubringen.

Ziel von NEFERTITI ist der Aufbau von insgesamt zehn thematischen Netzwerken aus Demonstrations- und Pilotbetrieben in ganz Europa.

Fahrten für Kinder zu Naturland Höfen - Projekt mit Sarah Wiener Stiftung und dmBio

SWS Hoffahrten ThomasLadenburger 250

Sommer, Sonne, schulfrei?! Ab aufs Feld! Kinder und Jugendliche in zehn Städten bundesweit bekommen in diesem Sommer die Möglichkeit, einen Naturland Hof in ihrer Nähe zu erkunden. Möglich machen das Naturland, die Sarah Wiener Stiftung und dmBio mit ihrem gemeinsamen Projekt "Entdecke den Bio-Bauernhof".

Ziel des Projekts ist es, Kinder und Jugendliche einzuladen, in den Sommerferien einen Tag am Ursprungsort natürlicher Lebensmittel zu verbringen: auf einem Naturland Hof. Dort können die Kinder hautnah erleben, wo unsere Lebensmittel herkommen und was es bedeutet, in der Landwirtschaft achtsam mit Pflanzen, Tieren und Böden umzugehen.

Ziel des gemeinsamen Projektes von Gepa, GIZ und Naturland ist es, die Produktion von Öko-Kakao bei KONAFCOOP zu konsolidieren, so dass die etwa 70 bereits EU-Öko zertifizierten Bauern zukünftig alle ihre Felder auf Kakaoproduktion nach Naturland Richtlinien umstellen und auch neue Bauern für das Öko-Programm gewonnen werden.

Die Herausforderung dabei ist es die Produktionsbedingungen zu optimieren und ein gut funktionierendes internes Kontrollsystem aufzubauen.

Der verbesserte Zugang zu Wissen und Innovationen des Öko-Landbaus hat großes Potenzial, um die Produktivität kleinbäuerlicher Betriebe in Afrika und Indien wirtschaftlich, ökologisch und sozial nachhaltig zu steigern.

Mit dieser Zielsetzung kooperieren das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL), der Öko-Weltdachverband IFOAM und der Naturland Verband für ökologischen Landbau in einem gemeinsamen Projekt mit sieben Grünen Innovationszentren in der Agrar- und Ernährungswirtschaft (GIAE) in Afrika und Indien.

Im Oktober 2015 fiel der Startschuss für ein von der EU gefördertes Projekt zum Tierwohl namens „AWARE“. Naturland kann seine Erfahrungen von den jährlichen Tierwohlkontrollen nun auf internationaler Ebene einbringen.

Gemeinsam mit der britischen Öko-Zertifizierungsorganisation Soil Association, der italienischen Kontrollstelle CCPB, der polnischen Kontrollstelle Agro Bio Test, der deutschen Kontrollstelle Gesellschaft für Ressourcenschutz und unter Beteiligung der Georg August Universität in Göttingen wird in den nächsten drei Jahren an Tierwohlkontrollen gearbeitet.

Die Homepage „Informationsdienst Gentechnik“ wurde von Umwelt-, Wirtschafts-, Verbraucher- und Bauernverbänden ins Leben gerufen.

Sie soll diejenigen unterstützen, die sich bewusst gegen Gentechnik in der Landwirtschaft und in Lebensmitteln entscheiden. Die Website erleichter es, an aktuelle Informationen rund um das Thema Gentechnik im Agrarbereich zu gelangen.

Warenrückverfolgbarkeit und Herkunftssicherung

Naturland kennt den Lebenslauf der Produkte. Intelligente Software-Lösungen und der hohe Qualitätsanspruch sind die Basis von „Bio mit Gesicht“.