Naturland e.V.

Diskussion über Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration auf der Fachmesse EuroTier

Ferkel 350x233Naturland Ferkel im Stall Schwerer Rückschlag für den Tierschutz: Union und SPD wollen das Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration kurzfristig um weitere zwei Jahre verschieben. Dabei war das Ausstiegsdatum 1. Januar 2019 der Branche lange genug bekannt, um Alternativen zur erproben.

Naturland ist genau diesen Weg auch gegangen, betont Naturland Präsident Hubert Heigl: „Bereits seit 2016 arbeiten viele Naturland Betriebe mit der Impfung gegen den Ebergeruch. Unsere Erfahrungen zeigen klar, dass dies eine Alternative ist, die funktioniert und vom Verbraucher auch akzeptiert wird. Und als Ferkelerzeuger bin ich froh, dass ich nicht mehr kastrieren muss, sondern unversehrte Tiere aufziehen kann“, unterstreicht Heigl.

Naturland empfiehlt seinen Betrieben die Impfung deshalb als tiergerechteste der vorhandenen Alternativen. Von Tierschützern und Tierärzten wird dieser Weg einhellig unterstützt, und zuletzt bezeichnete sogar das staatliche Friedrich-Löffler-Institut in einer offiziellen Stellungnahme die Impfung als „die mit Abstand beste Alternative zur betäubungslosen Kastration“.

Dennoch schafft es die Methode bislang nicht, sich in der Branche als praxisreife Alternative durchzusetzen. Woran das liegt und wie man das ändern könnte, ist das Thema einer Podiumsdiskussion auf der Fachmesse Eurotier am 14. November in Hannover, die Naturland gemeinsam mit dem FibL Deutschland und der DLG organisiert.

Weitere Infos zur Ferkelkastration und der Schweinehaltung bei Naturland insgesamt finden Sie hier.