Naturland e.V.

Videotrailer zu E-Mail-Kampagne #wirlebenArtenvielfalt online

Hubert Heigl lbv kampagne 350pxNaturland Präsident Heigl zeigt die Kampagnen-Seite zu #wirlebenArtenvielfalt auf seinem Handy.Gräfelfing/Hilpoltstein – Der Green Deal der EU-Kommission muss zum Leitbild der neuen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) in Europa werden. „Wir brauchen endlich eine grundlegende Wende hin zu einer Agrarpolitik, die Artenvielfalt, Umwelt und Klima schützt und bäuerlichen Betrieben eine Zukunft gibt“, fordern Naturland und der LBV (Landesbund für Vogelschutz) mit Blick auf den Protest unter dem Motto „Wir haben es satt!“, der am Wochenende vor dem Kanzleramt in Berlin stattfindet. „Der Green Deal muss in den Strategieplan Deutschlands zur nationalen Umsetzung der GAP eingearbeitet werden“, unterstreichen der LBV-Vorsitzende Norbert Schäffer und Naturland Präsident Hubert Heigl.

Naturland und LBV sind Teil des bundesweiten Verbändebündnisses „Meine Landwirtschaft“, das am Samstag (16. Januar) mit der „Aktion Fußabdruck“ in Berlin für die Agrarwende und gegen Artenschwund, Höfesterben und Tierfabriken protestiert. Um sich dem Protest Corona-konform auf Distanz anzuschließen, schicken dieser Tage tausende Menschen stellvertretend ihre Fußabdrücke und Forderungen nach Berlin, wo diese am Samstag vor dem Kanzleramt eindrucksvoll in Szene gesetzt werden.

Unterschrift als Demo-Alternative: E-Mail-Kampagne #wirlebenArtenvielfalt

Darüber hinaus laden Naturland und LBV mit ihrer gemeinsamen bundesweiten Kampagne #wirlebenArtenvielfalt die Menschen dazu ein, die dringend notwendige Agrarwende auch direkt bei Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner einzufordern. Auf der Webseite www.wirsindzukunft.earth kann sich jede:r mit einer E-Mail direkt an die Ministerin wenden, und ihr so zentrale Forderungen zu den laufenden Verhandlungen in Brüssel über die künftige Verteilung der Finanzmittel in der neuen GAP schicken.

Eine wesentliche Rolle bei der Verteilung der Agrarmilliarden wird den nationalen Strategieplänen zur Umsetzung der GAP in den einzelnen Mitgliedsstaaten zukommen. Während in der GAP selbst der Green Deal mit der Biodiversitäts-Strategie und der Strategie „Vom Hof auf den Teller“ bislang nicht vorkommt, hat die EU-Kommission nun so genannte Leitfäden zur Umsetzung der GAP herausgegeben, um die Mitgliedsstaaten hier doch noch in die Pflicht zu nehmen. So fordert der Leitfaden für Deutschland unter anderem ausdrücklich Maßnahmen, um den fortschreitenden Verlust der Biodiversität in der Agrarlandschaft zu stoppen.

Green Deal muss zum Leitbild der neuen GAP werden

Diese Chance, die GAP doch noch im Sinne von Umwelt und Natur zu gestalten, gilt es zu nutzen, sind sich Naturland und LBV einig. „Der Green Deal muss zum Leitbild der neuen GAP werden und dies muss sich im Strategieplan Deutschlands zur Umsetzung der GAP klar widerspiegeln“, fordert Naturland Präsident Heigl. „Die Instrumente, um dem Artensterben Einhalt zu gebieten, sind bekannt und erprobt. Wir müssen jetzt die Strategiepläne nutzen, um diese Maßnahmen in die Breite bringen“, ergänzt der LBV-Vorsitzende Schäffer.

Was das Problem mit der bisherigen GAP ist und was sich jetzt dringend ändern muss, darum geht es auch im pünktlich zur Protestaktion in Berlin fertig gewordenen Video-Trailer zur bundesweiten Kampagne #wirlebenArtenvielfalt unter youtu.be/-EsV907zc4I. Neben dem LBV-Vorsitzenden Schäffer und zahlreichen Naturland Bäuerinnen und Bauern kommt dort auch TV-Köchin Sarah Wiener zu Wort, die seit 2019 als EU-Abgeordnete für Österreich selbst im Brüsseler Parlament sitzt. „Es wird keine Wende geben, wenn wir immer das Falsche subventionieren“, betont Wiener, die zudem Mitinhaberin eines Naturland Betriebs in Brandenburg ist.

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