Naturland e.V.

Gemeinsam für ein gutes Klima

Faire Woche 2018 350Reese, Vorstandsmitglied des FFH und Barthle, Parl. Staatssekretär im BMZ

Gräfelfing – Unter dem Motto „Gemeinsam für ein gutes Klima“ startet am Freitag die diesjährige Faire Woche (14. bis 28. September). Überschwemmungen hier, Dürren dort – die Folgen des Klimawandels sind überall spürbar, wirken sich aber regional sehr unterschiedlich aus. Fakt ist aber, dass die Länder des Südens am stärksten vom Klimawandel betroffen sind.

„In Deutschland haben die Bäuerinnen und Bauern in diesem Jahr vielerorts mit der extremen Dürre zu kämpfen. Aber in den Ländern des Südens geht es nicht selten ums nackte Überleben, wie jetzt nach der Flutkatastrophe im südindischen Bundesstaat Kerala, von der auch Naturland Mitglieder betroffen sind“, verdeutlicht Naturland Präsident Hubert Heigl die Situation. „Wir brauchen eine nachhaltige, ökologische Landwirtschaft, die doppelt wirkt, weil sie klimaverträglicher ist und sich zugleich extremen Wetterereignissen besser anpassen kann“, fordert der Naturland Präsident.

Auftaktveranstaltung in Berlin
Um die unterschiedlichen Auswirkungen des Klimawandels auf die Landwirtschaft geht es auch bei der Eröffnungsveranstaltung zur Fairen Woche mit Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller am 13. September in Berlin (17.30 Uhr, Landesvertretung Baden-Württemberg). Dabei werden Vertreter der Landwirtschaft aus dem Süden und dem Norden die Auswirkungen des Klimawandels auf die Bauern veranschaulichen. Für den Norden übernimmt dies Moritz Bor von der Marktgesellschaft der Naturland Bauern AG. Dieser Input leitet direkt über in die darauffolgende Podiumsdiskussion „KleinbäuerInnen im Klimastress – was wir für mehr Klimagerechtigkeit tun müssen“.

Produzentenrundreise mit Naturland Kooperative aus Nicaragua
Ein Höhepunkt der Fairen Woche sind die Produzentenrundreisen. Mit dabei sind diesmal Maribel Rosales Soto, Geschäftsführerin der Naturland Kaffee-Kooperative Cosatin – Tierra Nueva und die Naturland Bäuerin Esmeralda Martinez. Als Gäste des Naturland Partnerunternehmens dwp berichten sie über die jahrzehntelange erfolgreiche Arbeit der Kooperative, die Bedeutung der ökologischen Kaffee-Produktion und darüber, wie der Klimawandel ihre Existenz bedroht. Am 22. September besuchen die Vertreterinnen aus Nicaragua den Erlenhof in Unterjoch. Es ist ein Naturland Bergbauernhof mit 25 Milchkühen und 40 Hektar Wiesen und Weiden im Allgäu.

Carrotmob – Klimaschutz einmal anders!
Ein weiteres Highlight der Fairen Woche 2018: Der Weltladen-Dachverband und das bundesweite Programm "Carrotmob macht Schule“ laden zur "Carrotmob@Faire Woche 2018" ein. Dabei treffen sich viele Menschen an einem bestimmten Tag während der Fairen Woche jeweils in einem ausgesuchten Weltladen. Der Weltladen hat zuvor seine Bereitschaft erklärt, einen festgesetzten Teil seines Umsatzes, den er im Rahmen des Carrotmobs erzielt, in eine klimagerechte Sanierung seines Ladens zu investieren. "Carrotmob@Faire Woche 2018" verknüpft Fairen Handel und Klimaschutz zu einer sichtbaren Aktion. Der erste Carrotmob zur Fairen Woche findet am Freitag den 14. September zur Eröffnung im Weltladen in Berlin Pankow, Breite Straße 39b statt. Ab 12.00 Uhr bekommt dort jede Teilnehmerin eine Öko-Karotte vom Naturland Betrieb Speisegut.

Hintergrund
Veranstalter der Fairen Woche, ist das Forum Fairer Handel in Kooperation mit TransFair und dem Weltladen-Dachverband. Die Planung und Umsetzung der über 2.000 Aktionen übernehmen lokale Gruppen und Organisationen. Naturland ist Mitglied im Forum Fairer Handel, das sich als die politische Stimme der Fair-Handels-Bewegung in Deutschland versteht. Mit der Zertifizierung Naturland Fair vereint Naturland Öko und Fair in einem Zeichen.

 

file ico Naturland zur Fairen Woche 2018

 Fotos: Forum Fairer Handel/Andreas Müller