Naturland e.V.

Impfverbot für Öko-Betriebe würde Ausstieg aus der betäubungslosen Ferkelkastration gefährden

Ferkel 250Zum Ende dieses Jahres tritt der gesetzlich beschlossene Ausstieg aus der betäubungslosen Ferkelkastration in Deutschland in Kraft. Kurz vor diesem Datum droht nun die Entscheidung der Länderarbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau (LÖK), die seit 2010 für den Öko-Landbau zugelassene Impfung gegen Ebergeruch zu verbieten, den gesamten Ausstieg zu gefährden.

Deshalb appellieren Naturland, die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz und der Tierschutzverband PROVIEH sowie die REWE Group gemeinsam an die AgrarministerInnen der Länder, das Verbot zu stoppen und an Bundesministerin Klöckner, die deutsche EU-Ratspräsidentschaft dazu zu nutzen, sich in Brüssel aktiv für das Tierwohl einzusetzen.

BIOFRUITNET verbindet europäische Öko-Obstbauern

BiofruitNet HD kleinIm Bio-Obstanbau ist der Schutz vor Schädlingen und Krankheiten von großer Bedeutung, da es sich in der Regel um empfindliche Kulturen handelt. Viele Biobäuerinnen und -bauern in Europa haben ihre eigenen Praktiken und Verfahren entwickelt, um den Herausforderungen im ökologischen Pflanzenschutz erfolgreich zu begegnen.

Dieses wertvolle Praxiswissen verbleibt jedoch oft auf lokaler Ebene, statt es mit Obstbäuerinnen und -bauern in anderen Regionen, die mit den gleichen Problemen konfrontiert sind, zu teilen. Das BIOFRUITNET-Projekt zielt darauf ab, Praktiker im ökologischen Obstbau in ganz Europa besser zu vernetzen und diese erfolgreichen Methoden des Pflanzenschutzes für alle zugänglich zu machen.

Praxistag Biodiversität von Naturland und LBV

Betrieb Gck Streuobst 250Beilngries, 06.07.2020 – Das größte Lob hat Florian Gäck von einer alten Frau aus dem Dorf bekommen. „So habe das in ihrer Kindheit auf den Feldern bei uns überall ausgesehen, hat sie geschwärmt“, erzählt der 40-jährige Naturland Bauer aus Beilngries. Stolz lenkt er die Blicke der BesucherInnen auf die bunte Vielfalt unterschiedlichster Ackerwildkräuter auf dem Getreidefeld hinter ihm.

Zwischen Öko-Roggen mit Wintererbse, die er dort im Gemenge anbaut, blühen nicht nur roter Mohn und weiße Kamille, sondern auch zahlreiche als gefährdet eingestufte Arten: So sind zum Beispiel der gelbblühende Ackerhahnenfuß, der violette Frauenspiegel und die weiße Ackerlichtnelke zu sehen. „Und das hier ist Ackerrittersporn, der hat sich besonders gut etabliert“, sagt Gäck und weist auf die in kräftigem Lila leuchtenden Blüten.

Stellungnahme zur Öko-Test-Bewertung Naturland Wildfisch zertifizierter Fischstäbchen

fish fingers 4498838 640 250In der aktuellen Ausgabe des Magazins Öko-Test werden Naturland Wildfisch zertifizierte Fischstäbchen der Marke Alnatura mit „mangelhaft“ bewertet. Dabei wird der falsche Eindruck erweckt, dass der darin verarbeitete Seelachs mit Methoden gefischt worden sei, die den Meeresboden im Fanggebiet aufwühlen und zerstören. Außerdem behauptet Öko-Test, der befischte Bestand in der Nordsee und im Skagerrak sei bedroht und stehe „auf Rot“. Das ist nachweislich falsch!

Tatsächlich liegt der Bestand vollständig im grünen Bereich. Und das staatliche Thünen Institut für Seefischerei bestätigt, dass die Gebietsauflagen der Fischerei eingehalten werden und besonders sensible Lebensräume ausgespart werden: „Berichte unser Fangbeprobungen zeigen keine Auffälligkeiten bezüglich Beifang von Bodenorganismen, was auf eine geringe Bodenberührung schließen lässt,“ betont Institutsleiter Gerd Kraus, der das Fischereiprojekt wissenschaftlich begleitet.

Urlaub auf Bio-Bauernhöfen in Deutschland

Urlaub Grossrachlhof 250Gräfelfing – Im Heu spielen, Kühe füttern, Öko-Landwirtschaft live erleben, das alles und noch viel mehr können Familien deutschlandweit auf einem der über 300 Naturland Urlaubshöfe erleben.

In Bayern, dem beliebtesten Reiseziel für Urlaub auf dem Bauernhof, dürfen nach den Beschränkungen durch Corona ab dem 30. Mai wieder Urlaubsgäste auf den Höfen übernachten. In anderen Bundesländern wie Baden-Württemberg und Thüringen haben die Urlaubshöfe schon etwas länger wieder geöffnet.

Delegierte aus vier Erdteilen treffen sich per Videokonferenz

postkarte lieferkettengesetz Bild Delegierte 250Gräfelfing – Da die reguläre Naturland Frühjahrsversammlung in diesem Jahr infolge der Corona-Pandemie nicht stattfinden kann, haben die Delegierten und der Internationale Beirat des Öko-Verbands sich statt dessen erstmals per Video-Konferenz zu Beratungen zusammengefunden.

Delegierte aus Afrika, Asien, Lateinamerika und Europa berichteten bei dem auf drei Tage verteilten digitalen Treffen (11.-13. Mai), mit welchen Herausforderungen die Menschen in ihren Heimatländern derzeit zu kämpfen haben.

Heigl: „Freistaat muss seiner Vorbildrolle gerecht werden“ - Mitgliederversammlung Bayern

Dr. Eric Veulliet und Hubert HeiglSchweinfurt – Naturland Präsident Hubert Heigl fordert von der bayerischen Staatsregierung weitere mutige Schritte zur Stärkung des Öko-Landbaus im Freistaat. „Die Förderung von Absatz und Nachfrage steht zurecht im Zentrum des neuen Landesprogramms BioRegio 2030. Jetzt muss das Land Farbe bekennen und seiner Vorbildrolle bei der öffentlichen Beschaffung gerecht werden“, sagte Heigl auf der bayerischen Naturland Mitgliederversammlung am Dienstag in Schweinfurt.

Für die Entwicklung des Öko-Markts spiele die Außer-Haus-Verpflegung eine zentrale Rolle, betonte Heigl. Mit einer wirklich konsequenten Umsetzung des gesetzlich festgelegten Ziels von 50 Prozent regionalen und Bio-Lebensmitteln in den staatlichen Kantinen könne das Land deshalb ganz praktisch viel bewirken und zugleich ein wichtiges Signal setzen.

Annette Alpers übernimmt Leitung des Landesverbands von Michael Morawietz

alpers 250Lippetal-Lippborg – Annette Alpers ist neue Geschäftsführerin von Naturland in Nordrhein-Westfalen. Die 49-Jährige tritt die Nachfolge von Michael Morawietz an, der nach 17 Jahren an der Spitze des Naturland Landesverbands in den Ruhestand verabschiedet wurde.

„Ich freue mich, dass wir mit Annette Alpers eine erfahrene Öko-Fachberaterin, die überdies mit den Verhältnissen in Nordrhein-Westfalen bestens vertraut ist, als neue Geschäftsführerin für Naturland NRW gewinnen konnten. Sie ist nah dran an den Betrieben, an ihren Bedürfnissen und Herausforderungen und wird dieses Wissen nutzen, um neue Impulse zur Weiterentwicklung des Öko-Landbaus in NRW zu setzen“, sagte der Naturland Landesvorsitzende Harald Nutt in Lippetal-Lippborg.