Naturland e.V.

Großer Bahnhof auf dem Naturland Hofgut Habitzheim: Die hessische Landwirtschaftsministerin Priska Hinz überreichte am Dienstag (12. April) das Bundesverdienstkreuz am Bande an Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Branchenverbands BÖLW und langjähriges Naturland Präsidiumsmitglied. Bei mildem Frühlingswetter bildete der Hof nahe Darmstadt, den Löwenstein im vergangenen Jahr an seine Tochter und Schwiegersohn übergeben hat, den passenden Rahmen für diese ehrenvolle Veranstaltung.

Die Ministerin, die das Bundesverdienstkreuz in Vertretung von Bundespräsident Joachim Gauck überreichte, würdigte Löwenstein als „die deutsche Stimme des ökologischen Landbaus“. Daneben hob Hinz das vielfältige weitere Engagement Löwensteins hervor, etwa als Entwicklungshelfer und als Autor von Büchern zum Thema Öko-Landbau und Welternährung. Löwenstein selbst betonte in seiner Dankesrede, die Auszeichnung zeige, dass der Öko-Landbau in der Gesellschaft angekommen sei und als wertvoller Impulsgeber für die Zukunftsfähigkeit der Landwirtschaft breite Anerkennung finde.

Alexander Gerber, langjähriger Begleiter Löwensteins beim BÖLW in Berlin, spickte seine launige Laudatio mit vielen Anekdoten der wertvollen Zusammenarbeit für den Öko-Landbau und erklärte Löwensteins Erfolg mit seinem unprätentiösen und immer wertschätzenden Umgang mit seinen Mitmenschen. Der Reigen seiner Tätigkeiten sei allerdings so groß, das dieses Engagement ohne die Unterstützung seiner Frau Sissy und der ganzen Familie undenkbar wäre.

Felix Prinz zu Löwenstein studierte Agrarwissenschaften in Weihenstephan und schloss das Studium 1982 mit der Promotion ab. Danach verbrachte er drei Jahre als Entwicklungshelfer auf Haiti, bevor er 1986 den elterlichen land- und forstwirtschaftlichen Betrieb nahe Darmstadt übernahm und 1992 auf Bio umstellte. Seitdem wird das Hofgut Habitzheim nach Naturland Richtlinien bewirtschaftet.

Insgesamt 16 Jahre lang, von 1998 bis 2014, war Löwenstein zudem als Mitglied im Naturland Präsidium ehrenamtlich aktiv. Er prägte den Verband in dieser Zeit durch eine ganze Reihe richtungsweisender Entscheidungen maßgeblich mit. Als Vorstandsvorsitzender des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) ist Löwenstein der politische Vertreter der deutschen Öko-Branche.