Naturland e.V.

Naturland Gaertnerei Schwarzach 25029.07.2021 - Die Flutkatastrophe im Juli 2021 hat in vielen der betroffenen Ortschaften schwere Verwüstungen angerichtet und etliche Opfer gefordert. Auch einige Öko-Betriebe und vor allem Öko-Winzer:innen haben zum Teil erhebliche Schäden erlitten. Um den Betroffenen schnell und unbürokratisch zu helfen, ruft Naturland gemeinsam mit einem breiten Bündnis aus der Bio-Branche zu Spenden für Öko-Höfe in Not auf.

Helfen Sie mit – Spenden Sie für die Existenzsicherung betroffener Bio-Höfe!

Spendenkonto: IBAN DE80 4306 0967 0030 0054 55 / Zukunftsstiftung Landwirtschaft; Spendenzweck Fluthilfe

Mhubert heigl lvoe pm 250pxünchen, 16.07.2021 - Naturland Präsident Hubert Heigl steht für weitere zwei Jahre an der Spitze der Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern (LVÖ). Die Mitgliederversammlung bestätigte Heigl einstimmig als Ersten Vorsitzenden, wie die LVÖ am Freitag mitteilte.

Heigl gehört dem LVÖ-Vorstand bereits seit 2014 an und führt den Verband seit 2018. In seiner Amtszeit hat sich die LVÖ Bayern mit Fachreferentinnen für die Bereiche Agrarpolitik, Forschung und Bildung in zentralen Feldern personell breiter aufgestellt. „Hauptaufgabe der nächsten Jahre wird es sein, das nach dem Volksbegehren Artenvielfalt im Bayerischen Naturschutzgesetz verankerte Ausbauziel von 30 Prozent Ökolandbau bis 2030 zu erreichen“, sagte Heigl, der auch Naturland Landesvorsitzender in Bayern ist. 

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Berlin, 14.07.2021 - Naturland und das Forum Fairer Handel (FFH) fordern ein Verbot von Dumping-Preisen für Lebensmittel. Das im Mai vom Bundestag verabschiedete Lieferkettengesetz sei zwar ein Fortschritt, aber ein Verbot von Dumping-Preisen fehle darin noch, sagte Andrea Fütterer, Vorstandsvorsitzende des FFH, auf der Jahrespressekonferenz des Fairhandelsverbands am 14. Juli in Berlin.

Die künftige Bundesregierung müsse deshalb "ein Verbot schnellstmöglich umsetzen, um den regelmäßigen Preiskämpfen der großen Lebensmitteleinzelhändler entgegenzuwirken", forderte Fütterer.

Bundestag geht beim Verbot von unfairen Handelspraktiken nicht weit genug

Berlin/ Wuppertal, 07.05.2021 – Brot für die Welt, Forum Fairer Handel und GEPA – The Fair Trade Company kritisieren, pm dumpingpreise 250pxdass das gestern Abend vom Bundestag verabschiedete Gesetz zum Verbot von unfairen Handelspraktiken nicht weit genug geht. Zwar gehe das Gesetz über die Anforderungen der EU-Richtlinie über unlautere Handelspraktiken in der Agrar- und Lebensmittelversorgungskette hinaus. Zudem sei begrüßenswert, dass sich der Bundestag für eine unabhängige Ombudsstelle ausgesprochen hat, bei der auch Zulieferer aus Nicht-EU-Ländern Beschwerden über unlautere Handelspraktiken einreichen sowie unfaire Preise melden können. Es sei jedoch verpasst worden, existenzsichernde Einkommen und damit eine gerechtere Verteilung der Wertschöpfung im Lebensmittelhandel zu fördern. Die Preise, die Erzeugerinnen und Erzeuger für ihre Produkte erhalten, decken häufig nicht einmal die Produktionskosten. Um dies zu ändern, hätte ein Verbot des Einkaufs unterhalb der Produktionskosten in das Gesetz mitaufgenommen werden müssen, so Brot für die Welt, Forum Fairer Handel und die GEPA.

seaspiracy 250pxDie zerstörerische Ausbeutung unserer Weltmeere ist ein großes Problem, das dringend mehr Aufmerksamkeit benötigt. Die Dokumentation „Seaspiracy“ auf der Streaming-Plattform Netflix erzeugt diese Aufmerksamkeit, indem sie ein grelles Licht auf die in der Tat zahlreichen Schattenseiten der internationalen Fischwirtschaft wirft. Allerdings ist dieses Licht so grell, dass alle erfolgreichen Alternativen und Lösungskonzepte gleichsam ausgeblendet werden.

Nachhaltige Fischerei sei gar nicht möglich, so die verallgemeinernde Grundthese der Dokumentation. Diese These ist ebenso falsch, wie gefährlich.

keine gentechnik 250pxBerlin/Gräfelfing, 21.04.2021 - Gentechnik hat in unserer Nahrung nichts zu suchen. Darin ist sich der große Mehrheit der Verbraucher:innen in Deutschland seit langem einig. Dennoch lässt die Gentechnik-Lobby nichts unversucht, die aktuelle rechtliche Definition von Gentechnik aufzuweichen, um neue Verfahren wie CRISPR/Cas von der gesetzlichen Regulierung auszunehmen.

Dagegen wendet sich ein breites Bündnis von Verbänden und Organisationen aus den Bereichen Umwelt-, Tier-, Natur- und Verbraucherschutz sowie der Landwirtschaft, Lebensmittelwirtschaft und Entwicklungspolitik, darunter auch Naturland.

Vor genau fünf Jahren haben nahezu alle Länder der Erde das Pariser Klimaabkommen unterzeichnet, um die Klimakrise aufzuhalten. Im Rahmen des UN-Ambitionsgipfels am 12. Dezember sollen nun alle Vertragsparteien der Klimarahmenkonvention UNFCCC ihre neuen Klimapläne präsentieren. Die internationale Fair-Trade-Bewegung, zu der auch Naturland gehört, fordert die Staaten auf, ihren Verpflichtungen nachzukommen und faire Handelspraktiken in den globalen Lieferketten als unverzichtbar für Klimagerechtigkeit anzuerkennen.

In ihrer gemeinsamen Stellungnahme „Keine Klimagerechtigkeit ohne Handelsgerechtigkeit“ verdeutlichen die Fair-Handels-Organisationen, wie ungerecht die Auswirkungen der Klimakrise sind. Sie treffen vor allem Menschen im Globalen Süden, die am wenigsten dafür verantwortlich sind. Die COVID-19-Pandemie potenziert diese Ungerechtigkeit. In ihrer Erklärung betonen die Fair-Handels-Akteure, wie eng die aktuellen Gesundheits- und Umweltkrisen mit den ungerechten Machtverhältnissen entlang globaler Lieferketten zusammenhängen.

Rund 28 Millionen Weihnachtsbäume werden jährlich in Deutschland verkauft. Der allergrößte Teil stammt aus Weihnachtsbaumkulturen. Nur etwa 15 Prozent aller in Deutschland gehandelten Weihnachtsbäume werden noch von Waldbetrieben verkauft, der Rest kommt von Plantagen. Was viele nicht wissen: Konventionelle Christbaum-Plantagen bedeuten auch Pestizide und viel Mineraldünger und damit eine Belastung von Böden sowie von Grund- und Oberflächengewässern.

Die Alternative sind Weihnachtsbäume aus ökologischer Erzeugung. Sie werden ohne jeglichen Mineraldünger- und Pestizideinsatz angebaut. Erfreulich ist, dass die Zahl der Verkaufsplätze für Öko-Weihnachtsbäume stark gewachsen ist: von etwa 50 vor zehn Jahren auf heute über 800.