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Naturland International

Faire Woche 2017 vom 15. bis 29. September

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Unter dem Motto „Fairer Handel schafft Perspektiven“ startet am Freitag die diesjährige Faire Woche (15. – 29. September). Bundesweit machen mehr als 2.000 Veranstaltungen den Fairen Handel erlebbar. Ein Höhepunkt der Fairen Woche sind die Produzentenreisen, bei denen auch Naturland Bäuerinnen und Bauern von ihrer Arbeit und ihren Erfahrungen mit dem Fairen Handel berichten.

Für Naturland gehören Ökologischer Landbau und Fairer Handel untrennbar zusammen. „Öko-Landbau ist umwelt- und gesundheitsverträglich und damit fair zu Mensch, Tier und Natur“, sagt Hubert Heigl, Präsident des Öko-Verbandes Naturland, mit Blick auf die Faire Woche. Gerade die Kleinbauern im globalen Süden werden Dank Öko-Landbau unabhängig von teurer Agro-Chemie. Der Faire Handel wiederum sorgt dafür, dass sie von ihrer Arbeit leben können. „Das ist für Öko-Bauern weltweit wichtig, auch hier bei uns im Norden“, betont der Naturland Präsident. Mit Naturland Fair hat der Verband deshalb eine eigene Zertifizierung geschaffen, die öko und fair in einem Zeichen vereint.

 

Gepa Kaffee Produzent 250Stanley Maniragaba, Betriebsleiter der Kaffeekooperative ACPCU (Foto: GEPA/A. Welsing)Naturland Bauern berichten

Im Rahmen der Fairen Woche werden gleich mehrere Vertreter von Naturland Kleinbauernkooperativen von ihrer Arbeit berichten. Einer von ihnen ist Stanley Maniragaba, Betriebsleiter der ugandischen Naturland Kaffeekooperative Ankole Coffee Producers‘ Co-operative Union, kurz ACPCU: „Unsere Farmer können Schulgebühren für ihre Kinder zahlen und medizinische Dienste in Anspruch nehmen.“ So entstand bei ACPCU eine große Krankenstation, deren Bau u.a. durch den Fairen Handel möglich war. Dort arbeitet ein Arzt, der regelmäßig Sprechstunde für die Bäuerinnen und Bauern aus der Region abhält.

 

Stärkung von Frauen schafft neue Berufsperspektiven

csm Ibtissam Musa Canaan Fair Trade 0f7535f4deIbtissam Musa von Canaan Fair Trade (Foto: dwp eG)Ibtissam Musa aus Palästina berichtet über Erfolge, Herausforderungen und Perspektiven der Kleinbauernfamilien in Palästina. Sie ist eine von 2.500 Bäuerinnen und Bauern, die im Fair-Handelsunternehmen Canaan Fair Trade organisiert sind. Naturland Bäuerin Musa lebt im nördlichen Westjordanland und produziert in einer von ihr aufgebauten Gruppe von 20 weiteren Frauen jährlich rund zwei Tonnen Maftoul (palästinischer Couscous). „Es geht mir darum, palästinensischen Frauen einen festen Platz in der Gesellschaft zu verschaffen - als die starken, unabhängigen, kreativen und stolzen Menschen, die wir sind“, sagt Ibtissam Musa.

 

 

BanaFair BananenBananenbauern (Foto: BanaFair)Der Verbund in Kooperativen macht stark

In Ecuador sind etwa 120 Familien im Genossenschaftsverband UROCAL organisiert. Um den Export der Bananen kümmert sich Naturland Fair Partner BanaFair, der den Bauern und faire Preise sowie eine Fair-Prämie für ihre Ernte zahlt. Yhony Yanzaguano, einer der Bauern, bewirtschaftet gemeinsam mit seiner Familie eine neun Hektar große Farm nach Naturland Richtlinien. „Wir haben dank des fairen Handels mit Urocal und BanaFair wirtschaftliche Stabilität“, betont Yanzaguano. Die Fair-Prämie setzt die Genossenschaft für neue Waschbecken und Sanitäranlagen in der Packstation, eine Bonuszahlung für die Schulkinder und für Gesundheitsvorsorge ein.

 

Faire Woche macht den Fairen Handel erlebbar

Die Faire Woche ist ein Aktionszeitraum, der jedes Jahr in der zweiten Septemberhälfte stattfindet. Organisiert wird die Faire Woche vom Forum Fairer Handel in Kooperation mit TransFair und dem Weltladen-Dachverband. Lokale Gruppen und Organisationen machen mit jährlich 2.000 – 2.500 Veranstaltungen auf den Fairen Handel aufmerksam – in diesem Jahr unter dem Motto „Fairer Handel schafft Perspektiven für die Produzent*innen im Globalen Süden“. Naturland ist Mitglied im Forum Fairer Handel, das sich als die politische Stimme der Fair-Handels-Bewegung in Deutschland versteht.

 

An die Redaktionen: Treffen Sie Naturland Bäuerinnen und Bauern an folgenden Terminen!

  • 13. September: Wie öko-faire Oliven Zukunft schaffen: Nasser Abufarha, Gründer und Direktor von Canaan Fair Trade stellt das Mutmacher-Projekt aus Palästina vor. (Seidlvilla - Nikolaipl. 1B, München, 19:00 Uhr)
  • 18. September: Mit öko und fair Vielfalt erhalten: Stanley Maniragaba, Betriebsleiter der Naturland Kaffeekooperative ACPCU aus Uganda trifft Georg Schlickenrieder den Betriebsleiter des Naturland ArcheHof Schlickenrieder. Anschließender Vortrag im Weltladen Holzkirchen (Markweg 50, Otterfing 10:00 Uhr und Münchner Str. 16, Holzkirchen, 12:00 Uhr)
  • 18. September: Palästinensischen Frauen einen festen Platz in der Gesellschaft verschaffen: Fida Abdallah und Ibtissam Musa von Canaan Fair Trade aus Palästina berichten. Bei Naturland Fair Unternehmen und Geschäftspartner Ölmühle Solling. (Höxtersche Str. 1, Boffzen, 10:00 Uhr)
  • 27. September: Öko-fair aus Nord und Süd: Die Bananenbauern aus Ecuador Marcelo Matute und Yhony Yanzaguano treffen Familie Sichler, Naturland Milchbauern im Berchtesgadener Land. Mit anschließender Besichtigung der Milchwerke Berchtesgadener Land (Großrachl 1, Grassau, 10:00 Uhr und Hockerfeld 5, Piding, 12:00 Uhr)

 

Dass nur die Verbindung von Öko, Sozial und Fair wirklich nachhaltig ist, hat auch die Stiftung Warentest (05/2016) bestätigt. In einem Vergleich von sechs verschiedenen Zertifizierungen kamen die Prüfer zu dem klaren Urteil: „Den höchsten Standard setzt das Siegel Naturland Fair.“

 

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