agroforst 1199

Naturland International

Naturland Geschäftsführer Steffen Reese hielt am Dienstag, den 10. April den Eröffnungsvortrag. Worum geht es beim Öko-Landbau, was unterscheidet ihn von konventioneller Landwirtschaft? Wo steht der Öko-Landbau heute, in Europa und in den Partnerländern? Wo liegen die weltweiten Herausforderungen und wie stellt sich Naturland diesen? Dabei betonte Reese, dass es nicht nur die exportorientiert Öko-Landwirtschaft voranzutreiben gilt, sondern gleichzeitig auch die Entwicklung lokaler Ökomärkte.  

Am Mittwoch sind die Teilnehmer dann zu Gast auf dem Naturland Archehof Schlickenrieder, südlich von München. Schlickenrieder ist einer von 242 Bio-Musterbetrieben in Deutschland, die vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft zu Demonstrationsbetrieben des Ökologischen Landbaus gekürt wurden. Dort geben verschiedene Naturland Fachleute Einblicke in die Verbandsarbeit und informieren die Gäste auch über die speziellen Anforderungen an eine Zertifizierung nach dem Naturland Richtlinien. Ein besonderer Schwerpunkt wird dabei auf den Sozialrichtlinien und der Naturland Fair Zertifizierung liegen. Nach einer ausführlichen Betriebsbesichtigung ist am Nachmittag noch mal Zeit für einen intensiven Austausch.

Naturland sieht in dem verbesserten Zugang zu Wissen und Innovationen des Öko-Landbaus großes Potenzial, um die Produktivität kleinbäuerlicher Betriebe in Afrika und Indien wirtschaftlich, ökologisch und sozial nachhaltig zu steigern. Mit dieser Zielsetzung kooperiert der Verband auch mit den Grünen Innovationszentren in der Agrar- und Ernährungswirtschaft (GIAE) im Rahmen eines gemeinsamen Projekts des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL) und dem Öko-Weltdachverband IFOAM in Afrika und Indien. Bei Naturland ist Mareike Brandt für das Förderprojekt zuständig und in dieser Funktion wird sie den TeilnehmerInnen auch über das Seminar hinaus als Ansprechpartnerin zur Verfügung stehen.

Die Grünen Innovationszentren sind Teil der Sonderinitiative „EINEWELT ohne Hunger“ des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und werden in den Partnerländern von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) umgesetzt. Die Zentren aus Äthiopien, Kamerun, Malawi, Mali, Benin, Togo, Sambia, Mosambik und Indien sind gemeinsam als Partner der drei Öko-Organisationen in der Arbeitsgruppe Ökolandbau vernetzt.