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Naturland International

Öko-Landbau weltweit

Naturland fördert den Öko-Landbau weltweit. Die Naturland Bäuerinnen und Bauern erzeugen ein breites Sortiment wertvoller Produkte: Kaffee aus Mexiko und Peru, Olivenöl aus Griechenland, Tee von indischen Berghängen, Ananas und andere tropische Früchte aus Uganda, Gewürze aus Sri Lanka. Die ökologische Landwirtschaft sichert kleinbäuerliche Existenzen und fördert die nachhaltige Bewirtschaftung der oft fragilen Öko-Systeme. Aktuell bewirtschaften rund 54.000 Naturland Bauern und Bäuerinnen weltweit eine Fläche von über 400.000 Hektar. 

4. Weltkakao-Konferenz in Berlin – Gegendemo angekündigt

Kakaobauer Kamerun klein

Gräfelfing / Berlin – Für über fünf Millionen Kleinbauern, die Mehrheit davon aus Westafrika, ist Kakao die Haupteinnahmequelle. Um ihr Schicksal geht es, wenn sich vom 22.-25. April in Berlin rund 1.500 Akteure der Kakaobranche zur 4. Weltkakao-Konferenz treffen. Naturland fordert die Konferenzteilnehmer auf, ihre Verantwortung ernst zu nehmen und konkrete Entscheidungen zugunsten der Kleinbäuerinnen und Kleinbauern zu treffen.

„Wer Hunger, Armut und missbräuchliche Kinderarbeit im Kakaosektor beenden will, muss für existenzsichernde Einkommen der Kakaoproduzenten sorgen. Das geht nur mit fairen Mindestpreisen und Planungssicherheit durch langfristige Lieferverträge, die die Kleinbauern und ihre Familien vor den extremen Preisschwankungen auf dem Weltmarkt für Kakao schützen“, sagte Naturland Präsident Hubert Heigl im Vorfeld der Konferenz.

Eines haben die 24 BesucherInnen aus Indien, Togo, Kamerun, Malawi und Mosambik, die im Rahmen eines von der GIZ (Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit) organisierten Seminars über ökologischen Landbau und Vermarktung, vom 10-19. April in Bayern unterwegs sind, gemeinsam: Sie sind am Öko-Landbau und besonders auch an der Naturland Erfahrung interessiert, ist der Verband doch schon seit über 30 Jahren auch international aktiv.

Die Teilnehmer sind größtenteils Projektmanager und Partner, die in ihren Ländern mit den Grünen Innovationszentren der GIZ kooperieren und besonderes Interesse an ökologischen Wertschöpfungsketten zeigen.

IFOAM Organics International, Naturland und FiBL stärken Öko-Kompetenz in ausgewählten Grünen Innovationszentren

Bauer im Gemüsefeld 250Der verbesserte Zugang zu Wissen und Innovationen des Öko-Landbaus haben großes Potenzial, die Ernährungssicherheit zu verbessern und die Produktivität kleinbäuerlicher Betriebe in Afrika und Indien wirtschaftlich, ökologisch und sozial nachhaltig zu steigern. Mit dieser Zielsetzung unterstützen der Öko-Weltdachverband IFOAM Organics International, das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) und der Naturland - Verband für ökologischen Landbau e.V. in einem gemeinsamen Projekt derzeit neun ausgewählte Grüne Innovationszentren in der Agrar- und Ernährungswirtschaft (GIAE).

Die Grünen Innovationszentren sind Teil der Sonderinitiative „EINEWELT ohne Hunger“ und werden durch die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in insgesamt 14 Ländern umgesetzt.

IFOAM 250x166Peggy Miars ist die neue IFOAM Präsidentin. Am 12. und 13. November 2017, unmittelbar nach dem Organic World Congress (OWC) in Indien, trafen sich die Mitglieder der IFOAM – Organics International zur Generalversammlung. Im Rahmen des Mitgliedertreffens wurde sowohl die neue Präsidentin als auch ein neuer internationaler Vorstand (World Board) für die kommenden drei Jahre gewählt.

Die auf Andre Leu folgende, neue IFOAM-Präsidentin Peggy Miars (3.v.l.) wird in der Geschäftsführung durch die neuen Vizepräsidenten Jennifer Chang (3.v.r.) and Frank Eyhorn (Mitte hinten) unterstützt. Das neue World Board der IFOAM - Organics International setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen (v.l.): Edith Van Walsum, Niederlande; Karen Mapusua, Fidschi; Peggy Miars, USA; Hans Herren, Schweiz; Julia Lernoud, Argentinien; Frank Eyhorn, Schweiz; Choitresh Kumar Ganguly, Indien; Jennifer Chang, Südkorea; David Amudavi, Kenia; Gerold Rahmann, Deutschland.

LogoOWCVom 9. bis 11. November 2017 trifft sich die internationale Öko-Branche zum 19. Organic World Congress (OWC) in Neu Delhi in Indien. Naturland beteiligt sich mit verschiedenen Beiträgen an diesem globalen Forum für ökologische Landwirtschaft.

Ziel des diesjährigen OWC ist es zur Stärkung der indischen und weltweiten Ökolandwirtschaftsbewegung beizutragen und Indiens Agrarpolitik entschieden und unumstößlich in Richtung Öko zu lenken. So auch das Motto des diesjährigen Öko-Kongresses:„An Organic World through an Organic India“.

Mexikanische Delegation sucht Unterstützer in Deutschland - Besuch bei Naturland

Maya Imkerinnen 250Illegaler Anbau von Gensoja in Mexiko bedroht die Existenz der indigenen Maya-Imker auf der Halbinsel Yukatan. Durch die zunehmende Ausbreitung der Sojafelder gerät unter anderem die Honigproduktion der Mayas in Gefahr. Fast die Hälfe des mexikanischen Export-Honigs geht nach Deutschland, das weltweit an der Spitze des Pro-Kopf-Verbrauchs an Honig liegt.

Eine Delegation von Maya-Imkerinnen besuchte am Mittwoch (27.09.) die Naturland Zentrale in Gräfelfing, um von ihrem schwierigen Kampf zu berichten. Manfred Fürst, Leiter der internationalen Abteilung bei Naturland sagte den mexikanischen Gästen die weitere Unterstützung des Verbands zu. Nicht zuletzt gebe es auch einige Naturland Imker auf Yukatan, unterstrich Fürst, der zugleich Koordinator des IFOAM Apiculture Forum ist, der weltweiten Vereinigung der Öko-Imker.

Öko-faire Nord-Südprodukte schaffen Perspektiven – Hofrundgang und Molkereibesuch

Bananenbauern treffen Milchbauern 250

Deutsch-ecuadorianisches Öko-Treffen auf dem Großrachlhof in Grassau: Im Rahmen der Fairen Woche haben die beiden Naturland Bananenbauern Marcelo Matute und Yhony Yanzaguano am Mittwoch (27.09.) ihre bayerischen Kollegen Miriam und Jakob Sichler besucht.

Die einen kultivieren Bananen im tropischen Ecuador, die anderen produzieren Milch im Voralpenland. Doch die drei Öko-Bauern verbindet mehr, als man auf den ersten Blick vielleicht meinen würde. Alle drei sind Mitglied bei Naturland, alle drei sind genossenschaftlich organisiert und die Rohstoffe, die sie erzeugen, werden in der Molkerei Berchtesgadener Land zu einem rundum öko-fairen Joghurt verarbeitet.

Naturland Kaffeeproduzent aus Uganda zu Besuch bei Naturland Milchbauer in Oberbayern

Naturland Bauern Maniragaba Schlickenrieder 250

Zwei Bauern, zwei Kontinente, eine gemeinsame Überzeugung: Die Zukunft unserer Ernährung liegt in der Verbindung von Öko-Landbau und Fairem Handel. Darüber waren sich Stanley Maniragaba, Betriebsleiter der Naturland Kaffeekooperative Ankole Coffee Producers‘ Co-operative Union (ACPCU) in Uganda, und Georg Schlickenrieder, Naturland Milchbauer aus Oberbayern, schnell einig. Im Rahmen der diesjährigen Fairen Woche besuchte Maniragaba seinen Naturland Kollegen Schlickenrieder am Montag (18.09.) auf dessen Betrieb in Otterfing.

Beim Hofrundgang tauschten sich die beiden Öko-Erzeuger über die jeweiligen Perspektiven aus, die sie auf und durch den Fairen Handel haben. „Durch den Fairen Handel können wir unseren Farmern einen guten Preis zahlen. Nur so können sie es sich leisten, ihre Kinder zur Schule zu schicken“, sagte Stanley Maniragaba.