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Naturland International

Öko-Landbau weltweit

Naturland fördert den Öko-Landbau weltweit. Die Naturland Bäuerinnen und Bauern erzeugen ein breites Sortiment wertvoller Produkte: Kaffee aus Mexiko und Peru, Olivenöl aus Griechenland, Tee von indischen Berghängen, Ananas und andere tropische Früchte aus Uganda, Gewürze aus Sri Lanka. Die ökologische Landwirtschaft sichert kleinbäuerliche Existenzen und fördert die nachhaltige Bewirtschaftung der oft fragilen Öko-Systeme. Aktuell bewirtschaften rund 54.000 Naturland Bauern und Bäuerinnen weltweit eine Fläche von über 400.000 Hektar. 

Am 10. Dezember jährt sich die Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte zum 70. Mal

Menschenrechtstag Spruch1 250x166Was für uns eine Selbstverständlichkeit ist, liegt für Millionen von Kleinbauern und Landarbeitern in weiter Ferne. Drei Viertel der Armen und Hungernden dieser Welt leben in ländlichen Regionen. Gerade erst hat der UN-Menschenrechtsrat eine Erklärung über die Rechte von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern angenommen. Sie soll die Durchsetzung der Menschenrechte auf dem Land fördern. Leider hat sich Deutschland, trotz vielfacher Aufforderungen, die UN-Erklärung zu unterstützen, wie die meisten EU-Länder bei der Abstimmung enthalten.

Süd Indien3 250x166(Aachen, Bad Honnef, Berlin, Bielefeld, Bonn, Gräfelfing, Hamburg, Hamm, Köln, Wuppertal, 19. November 2018) – Heute entscheidet die Vollversammlung der Vereinten Nationen nach sechs Jahren der Beratung über die UN-Erklärung für die Rechte von Kleinbauern und -bäuerinnen und anderen Menschen, die in ländlichen Regionen arbeiten.

Ein breites Bündnis von 15 zivilgesellschaftlichen Organisationen fordert die Bundesregierung dazu auf, für die Annahme der Erklärung zu stimmen. Die Erklärung stärkt die Rechte von besonders diskriminierten, ausgegrenzten und in ihrer Existenz bedrohten Gruppen auf dem Land, die einen Großteil der Welternährung sichern.

Zur Zeit findet die zweitägige Inspektorenschulung in der Naturland Geschäftsstelle in Gräfelfing. Inspektoren können gar nicht genug von Naturland wissen. Stellen sie doch sicher, dass die Naturland Richtlinien auch überall auf der Welt eingehalten werden.

Da dürfen schon mal die Köpfe rauchen, wenn wie diese Tage vierzehn VertreterInnen von acht Kontrollstellen aus sieben europäischen Ländern zusammengekommen, um an einem interaktiven zweitägigen Training zu den Naturland Richtlinien teilzunehmen.

Naturland zum Welternährungstag am 16. Oktober 2018:

Mais PG 250x166Gräfelfing – Die Zahl der Hungernden steigt und im Kampf gegen den Klimawandel sind bislang nicht einmal die Ziele der Weltgemeinschaft ausreichend. Diese zwei Nachrichten der vergangenen Woche machen aus Sicht des Öko-Verbands Naturland den engen Zusammenhang zwischen Landwirtschaft, Ernährungssicherung und Klimawandel deutlich.

„Wir müssen gegen beides zusammen vorgehen: den Hunger und den Klimawandel“, fordert deshalb Naturland Präsident Hubert Heigl zum Tag der Welternährung am 16. Oktober.

Der Soja-Boom mit riesigen Monokulturen und dem Anbau von genveränderten Pflanzen hat Argentinien in den letzten Jahren zu einem der größten Agrar-Exporteure der Welt gemacht. Aber dazu gehört ein massiver Einsatz an Pestiziden wie Glyphosat und anderen. Am Donnerstag, den 4. Oktober waren der argentinische Jurist Juan Ignacio Pereyra und der Arzt Damián Verzeñassi zusammen mit der Münchner Öko-Aktivistin Christiane Lüst von der „Aktion Gen-Klage" zu Gast bei Naturland.

Am 13. September nahm eine Delegation von 10 Frauen und 15 Männern aus den Ländern Benin, Kamerun, Äthiopien, Ghana, Kenia, Malawi, Mali, Nigeria, Togo und Tunesien an einem halbtägigen Fortbildungs-Workshop bei Naturland in Gräfelfing teil.

Dort gaben verschiedene Naturland Fachleute Einblicke in die Verbandsarbeit und informierten die Gäste auch über die speziellen Anforderungen an eine Zertifizierung nach dem Naturland Richtlinien. Hierbei lag ein besonderer Schwerpunkt auf den Sozialrichtlinien und der Naturland Fair Zertifizierung. Ein weiterer inhaltlicher Schwerpunkt war die Entwicklung lokaler Öko-Märkte im Kontext von Bauern und Bauerngruppen. Insbesondere diskutiert wurde die Stärkung von Bauerngruppen und die Durchführung von Marktanalysen im Rahmen von Zertifizierungs- und PGS-Systemen.

Am Montag den 17.9 waren Maribel Rosales Soto, Geschäftsführerin der nicarguanischen Kaffee-Kooperative Cosatin – Tierra Nueva und die Naturland Bäuerin Esmeralda Martinez bei Naturland zu Gast. Sie berichteten über die jahrzehntelange erfolgreiche Arbeit der Kooperative, die Bedeutung der ökologischen Kaffee-Produktion und darüber, wie der Klimawandel ihre Existenz bedroht.

COSATIN hat seinen Sitz im Städtchen Boaco im gleichnamigen Department, nordöstlich der Hauptstadt Managua. Schon 1987 haben sich über 400 Kleinbäuerinnen und Kleinbauern zusammengetan um ihre Ernte gemeinsam zu bestmöglichen Preisen zu vermarkten. Heute können die Mitglieder rund 40 Prozent ihrer Ernte über Fair-Partner wie MITKA, einem der großen alternativen Kaffeeimporteure Deutschlands, exportieren. Der Kaffee wird dann in Deutschland von dwp - die Weltpartner vertrieben.

Faire Woche 2018 vom 14. bis 28. September

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Unter dem Motto „Gemeinsam für ein gutes Klima“ startet die diesjährige Faire Woche (14. – 28. September). Bundesweit machen mehr als 1.000 Veranstaltungen den Fairen Handel erlebbar (Stand: 20.08.). Ein Höhepunkt der Fairen Woche sind die Produzentenreisen, bei denen auch Naturland Bäuerinnen und Bauern von ihrer Arbeit und ihren Erfahrungen mit dem Fairen Handel berichten.

Für Naturland gehören Ökologischer Landbau und Fairer Handel untrennbar zusammen. „Öko-Landbau ist umwelt- und gesundheitsverträglich und damit fair zu Mensch, Tier und Natur“, sagt Hubert Heigl, Präsident des Öko-Verbandes Naturland, mit Blick auf die Faire Woche. Gerade die Kleinbauern im globalen Süden werden Dank Öko-Landbau unabhängig von teurer Agro-Chemie. Der Faire Handel wiederum sorgt dafür, dass sie von ihrer Arbeit leben können.