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Naturland International

Öko-Landbau weltweit

Naturland fördert den Öko-Landbau weltweit. Die Naturland Bäuerinnen und Bauern erzeugen ein breites Sortiment wertvoller Produkte: Kaffee aus Mexiko und Peru, Olivenöl aus Griechenland, Tee von indischen Berghängen, Ananas und andere tropische Früchte aus Uganda, Gewürze aus Sri Lanka. Die ökologische Landwirtschaft sichert kleinbäuerliche Existenzen und fördert die nachhaltige Bewirtschaftung der oft fragilen Öko-Systeme. Aktuell bewirtschaften rund 54.000 Naturland Bauern und Bäuerinnen weltweit eine Fläche von über 400.000 Hektar. 

Naturland zum Welternährungstag am 16. Oktober 2018:

Gräfelfing – Die Zahl der Hungernden steigt und im Kampf gegen den Klimawandel sind bislang nicht einmal die Ziele der Weltgemeinschaft ausreichend. Diese zwei Nachrichten der vergangenen Woche machen aus Sicht des Öko-Verbands Naturland den engen Zusammenhang zwischen Landwirtschaft, Ernährungssicherung und Klimawandel deutlich.

„Wir müssen gegen beides zusammen vorgehen: den Hunger und den Klimawandel“, fordert deshalb Naturland Präsident Hubert Heigl zum Tag der Welternährung am 16. Oktober. 

Der Soja-Boom mit riesigen Monokulturen und dem Anbau von genveränderten Pflanzen hat Argentinien in den letzten Jahren zu einem der größten Agrar-Exporteure der Welt gemacht. Aber dazu gehört ein massiver Einsatz an Pestiziden wie Glyphosat und anderen. Am Donnerstag, den 4. Oktober waren der argentinische Jurist Juan Ignacio Pereyra und der Arzt Damián Verzeñassi zusammen mit der Münchner Öko-Aktivistin Christiane Lüst von der „Aktion Gen-Klage" zu Gast bei Naturland.

Am 13. September nahm eine Delegation von 10 Frauen und 15 Männern aus den Ländern Benin, Kamerun, Äthiopien, Ghana, Kenia, Malawi, Mali, Nigeria, Togo und Tunesien an einem halbtägigen Fortbildungs-Workshop bei Naturland in Gräfelfing teil.

Dort gaben verschiedene Naturland Fachleute Einblicke in die Verbandsarbeit und informierten die Gäste auch über die speziellen Anforderungen an eine Zertifizierung nach dem Naturland Richtlinien. Hierbei lag ein besonderer Schwerpunkt auf den Sozialrichtlinien und der Naturland Fair Zertifizierung. Ein weiterer inhaltlicher Schwerpunkt war die Entwicklung lokaler Öko-Märkte im Kontext von Bauern und Bauerngruppen. Insbesondere diskutiert wurde die Stärkung von Bauerngruppen und die Durchführung von Marktanalysen im Rahmen von Zertifizierungs- und PGS-Systemen.

Am Montag den 17.9 waren Maribel Rosales Soto, Geschäftsführerin der nicarguanischen Kaffee-Kooperative Cosatin – Tierra Nueva und die Naturland Bäuerin Esmeralda Martinez bei Naturland zu Gast. Sie berichteten über die jahrzehntelange erfolgreiche Arbeit der Kooperative, die Bedeutung der ökologischen Kaffee-Produktion und darüber, wie der Klimawandel ihre Existenz bedroht.

COSATIN hat seinen Sitz im Städtchen Boaco im gleichnamigen Department, nordöstlich der Hauptstadt Managua. Schon 1987 haben sich über 400 Kleinbäuerinnen und Kleinbauern zusammengetan um ihre Ernte gemeinsam zu bestmöglichen Preisen zu vermarkten. Heute können die Mitglieder rund 40 Prozent ihrer Ernte über Fair-Partner wie MITKA, einem der großen alternativen Kaffeeimporteure Deutschlands, exportieren. Der Kaffee wird dann in Deutschland von dwp - die Weltpartner vertrieben.

Faire Woche 2018 vom 14. bis 28. September

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Unter dem Motto „Gemeinsam für ein gutes Klima“ startet die diesjährige Faire Woche (14. – 28. September). Bundesweit machen mehr als 1.000 Veranstaltungen den Fairen Handel erlebbar (Stand: 20.08.). Ein Höhepunkt der Fairen Woche sind die Produzentenreisen, bei denen auch Naturland Bäuerinnen und Bauern von ihrer Arbeit und ihren Erfahrungen mit dem Fairen Handel berichten.

Für Naturland gehören Ökologischer Landbau und Fairer Handel untrennbar zusammen. „Öko-Landbau ist umwelt- und gesundheitsverträglich und damit fair zu Mensch, Tier und Natur“, sagt Hubert Heigl, Präsident des Öko-Verbandes Naturland, mit Blick auf die Faire Woche. Gerade die Kleinbauern im globalen Süden werden Dank Öko-Landbau unabhängig von teurer Agro-Chemie. Der Faire Handel wiederum sorgt dafür, dass sie von ihrer Arbeit leben können.

Mit 162 Litern pro Kopf ist der Kaffeekonsum in Deutschland hoch. Doch Kleinbauern und Kleinbäuerinnen, die den Großteil des weltweiten Kaffees produzieren, profitieren oft nicht davon. Der Faire Handel will die Lebensbedingungen der Menschen am Anfang der Lieferkette verbessern sowie Ausbeutung und Umweltzerstörung verhindern.

Daher begrüßen das Forum Fairer Handel und TransFair den Vorstoß von Bundesminister Dr. Gerd Müller, fairen Kaffee von der Kaffeesteuer zu befreien. Die Idee einer Förderung fairen Kaffeekonsums durch steuerliche Anreize ist nicht neu. Sie hat jedoch durch einen entsprechenden Vorstoß von Bundesentwicklungsminister Gerd Müller Anfang April 2018 an politischer Aktualität gewonnen.

Weltweites Bienensterben: Bienenhaltung in Mexiko durch illegalen Gensoja-Anbau bedroht – Brief der Honigimporteure an mexikanischen Präsidenten

Bienensterben Klein

Gräfelfing  – Das weltweite Bienensterben ist eine der bedrohlichsten Folgen der industriellen Landwirtschaft. Der Einsatz von Pestiziden bedroht die Bienen ebenso, wie der generelle Zustand der Agrarlandschaften. Diese sind auch in Deutschland immer leerer geräumt und bieten kaum noch Lebensraum für Bienen und andere Insekten.

„Statt Agro-Chemie brauchen wir generell wieder mehr ökologische Vielfalt auf unseren Wiesen und Feldern“, fordert Hubert Heigl, Präsident des Öko-Verbands Naturland, zum Weltbienentag am 20. Mai. Das gelte umso mehr im internationalen Rahmen, wo Bienen und Artenvielfalt zusätzlich durch Agro-Gentechnik und den damit einhergehenden massiven Pestizideinsatz bedroht sind.

4. Weltkakao-Konferenz in Berlin – Gegendemo angekündigt

Kakaobauer Kamerun klein

Gräfelfing / Berlin – Für über fünf Millionen Kleinbauern, die Mehrheit davon aus Westafrika, ist Kakao die Haupteinnahmequelle. Um ihr Schicksal geht es, wenn sich vom 22.-25. April in Berlin rund 1.500 Akteure der Kakaobranche zur 4. Weltkakao-Konferenz treffen. Naturland fordert die Konferenzteilnehmer auf, ihre Verantwortung ernst zu nehmen und konkrete Entscheidungen zugunsten der Kleinbäuerinnen und Kleinbauern zu treffen.

„Wer Hunger, Armut und missbräuchliche Kinderarbeit im Kakaosektor beenden will, muss für existenzsichernde Einkommen der Kakaoproduzenten sorgen. Das geht nur mit fairen Mindestpreisen und Planungssicherheit durch langfristige Lieferverträge, die die Kleinbauern und ihre Familien vor den extremen Preisschwankungen auf dem Weltmarkt für Kakao schützen“, sagte Naturland Präsident Hubert Heigl im Vorfeld der Konferenz.