11.-25. September 2020

Faire Woche NaturlandWas brauchen wir für ein gutes Leben? Was trägt der Faire Handel zum Wandel zu einer nachhaltigen Lebensweise bei? Bei der diesjährigen Fairen Woche dreht sich unter dem Motto "Fair statt mehr" alles um das 12. UN-Nachhaltigkeitsziel: Nachhaltiger Konsum und Produktion. Mit dem Jahresthema soll die Frage aufgeworfen werden, was wir für ein "Gutes Leben" eigentlich wirklich brauchen – und wie wir dazu beitragen können, dass möglichst alle Menschen ein gutes Leben führen können.

Ein Gutes Leben für Mensch und Umwelt – für Naturland bedeutet das umweltfreundliche Landwirtschaft umzusetzen, gute Arbeitsbedingungen sicherzustellen und den Fairen Handel voranzubringen. Bäuerinnen und Bauern haben nur dann eine gesicherte Lebensgrundlage, wenn sie von ihrer Arbeit auch leben können und ihre Umwelt geschützt wird. Deswegen engagiert sich Naturland nicht nur im ökologischen Landbau, sondern unterstützt mit der Naturland Fair-Zertifizierung einen weltweit Fairen Handel. Naturland Fair Partner garantieren faire Preise, langfristige Handelsbeziehungen, engagieren sich gesellschaftlich und geben regionalen Rohstoffen den Vorzug.

 

Was brauchen wir für ein gutes Leben?

Im Rahmen der Fairen Woche 2020 berichten Naturland Bauern & Partner aus aller Welt welche Rolle der Faire Handel für Sie hat, um ein gutes Leben zu haben.

 

Mani Olivenoel Felix Bläuel

Felix Bläuel – ein verlässlicher Partner für griechische Kleinbauern

Felix Bläuel ist Junior-Chef des Familienunternehmen Mani Bläuel in Griechenland. Sein Vater Fritz und seine Mutter Burgi kamen in den 60er Jahren aus Österreich nach Griechenland und lernten als Olivenerntehelfer die Olivenkultur kennen. Daraus entwickelte sich eine enge Zusammenarbeit mit den Olivenbauern aus der Region Mani. Fritz Bläuel überzeugte die Landwirte von den Vorzügen der ökologischen Landwirtschaft und gründete 1976 das Unternehmen. Inzwischen haben über 300 Bauern auf ökologischen Landbau umgestellt und erhalten einen fairen Preis für ihre Ernte.

Was macht für dich ein gutes Leben aus?

Zufriedenheit! Sowohl privat wie auch beruflich. Als Geschäftsführer in zweiter Generation von MANI Bläuel leiste ich gemeinsam mit meiner Familie und einem großartigen Team einen Beitrag zum fairen, nachhaltigen Wirtschaften. Das lässt mich abends zufrieden nach Hause gehen.

Welche Rolle spielt der Faire Handel für dich, um ein gutes Leben zu fördern?

Gerade in ländlichen Regionen wie der Mani, in denen noch auf traditionelle Art und Weise und viel per Hand gearbeitet wird, sind faire Preise enorm wichtig. Eine faire Bezahlung bildet auch die Grundlage für den ökologischen Olivenanbau. Wir haben uns bereits 2014 für die Naturland Öko und Fair Zertifizierung entschieden. Naturland Öko und Fair basiert auf drei tragenden Säulen: ökologisch, sozial und fair. Diese spiegeln die Essenz unseres wirtschaftlichen Handelns – die Wertschätzung von Mensch und Natur – perfekt wider.

Wie setzt du ein gutes Leben für deine Region um?

Das Unternehmen MANI Bläuel wurde gegründet, um mehr Menschen in der Mani ein gutes Leben zu ermöglichen. Seit 40 Jahren arbeiten wir mit den Manioten zusammen, tragen so zum Erhalt des traditionellen Olivenanbaus bei und schaffen sinnvolle Arbeitsplätze.

Welche Rolle spielt der Öko-Landbau für dich?

Für mich ist die Voraussetzung, um ein gutes Leben führen zu können eine gesunde und lebenswerte Umwelt. Der Öko-Landbau leistet hier einen wichtigen Beitrag. Er fördert die Biodiversität, bedeutet aktiven Wasserschutz sowie Klimaschutz.

https://mani.bio/

 

Hans PraxenthalerÖko-Bauer Hans Praxenthaler für die Region und mit der Natur

Hans Praxenthaler betreibt mit seiner Frau Friedi im Berchtesgadener Land (Bayern) einen Naturland Milchviehbetrieb mit 25 Kühen. Seine Milch liefert er an die Molkerei Berchtesgadener Land bei der er auch Mitglied ist. Die Molkerei ist als Genossenschaft organisiert und beteiligt die Landwirte bei allen Entscheidungen rund um den Milchpreis bis zum Umgang mit Tieren und Umwelt. Mit fairen Preisen wird die Existenz der Bauern und ihren Familien gesichert, die durch ihre umweltfreundliche Tierhaltung zur Erhaltung der Kulturlandschaft beitragen. All dies gehört auch zu den Richtlinien der Naturland Fair Zertifizierung, die die Molkerei Berchtesgadener Land als einer der ersten Betriebe im Jahr 2006 erhielt. 

Was macht für dich ein Gutes Leben aus?

Ein gutes Leben bedeutet für mich Zufriedenheit, mit dem was man hat und was man jeden Tag geschafft hat. Man soll nicht neidig sein, weil andere mehr haben als man selbst. Es geht nicht immer nur ums Wachstum, sondern zu wissen, was man wirklich braucht. Und das ist für mich die Familie und gesundes Essen, welches bei uns größtenteils vom eigenen Hof kommt.

Welche Rolle spielt der Öko-Landbau für Dich dabei?
Der Öko-Landbau ist für mich die normale Art Landwirtschaft zu betreiben. Wir dürfen und können nicht auf Dauer weit über unseren Verbrauch Lebensmittel erzeugen oder Rohstoffe wie Futtermittel aus anderen Ländern beziehen, nur um Produkte dann billig zu exportieren und die dortige Landwirtschaft zu zerstören. Es ist für mich wichtig zu sehen, dass das meiste was ich mache im Einklang mit der Natur geschieht. Zum Beispiel die Tiere auf der Weide grasen zu lassen, wo es viele verschiedene Gräser und Kräuter gibt.

Welche Rolle spielt der Faire Handel für Euch, um ein gutes Leben zu haben?
Ich finde, nur wenn alle mit dem Preis, den sie für ihr Produkt bekommen zufrieden sind und davon leben können, kann ein gutes Miteinander ohne Neid existieren. In der Genossenschaft Molkerei Berchtesgadener Land leben wir bereits ein solches Miteinander durch gegenseitige Unterstützung und einen überdurchschnittlichen Milchpreis.

 

Christian Heyman SpeiseGutSolidarische Landwirtschaft SpeiseGut – eine Gemeinschaft aus Bauern und Verbrauchern

„Landwirtschaft ist dafür da, um Menschen zu versorgen und nicht um Geld zu verdienen.“ Christian Heymann, Gründer von SpeiseGut

Seit 2013 betreibt Christian Heymann zusammen mit seinem Team 12ha gepachtete Fläche in der Nähe von Berlin nach den Prinzipien der Solidarischen Landwirtschaft. Dabei bilden ErzeugerInnen und VerbraucherInnen eine Gemeinschaft, die auf den Bedürfnissen aller ausgerichtet ist – den Menschen wie auch der Umwelt. Bei SpeiseGut werden Gemüse, Kräuter oder Obst nach ökologischen und fairen Naturland Kriterien angebaut. Die Mitglieder der Verbrauchergemeinschaft sichern durch Abos ein regelmäßiges und faires Gehalt für Bauern und MitarbeiterInnen, welches alle Kosten der Landwirtschaft deckt. Im Gegenzug bekommen sie Anteile der Ernte. Doch nicht nur das – mehrmals im Jahr stehen sie auch selbst mit auf dem Acker. Der direkte Kontakt stärkt nicht nur die Gemeinschaft, sondern gibt auch wertvolles Wissen weiter und sie erleben direkt wie ökologische Landwirtschaft funktioniert. Das zeigt Christian Heymann auch immer wieder gerne Kindern die SpeiseGut besuchen. Die Solidarische Landwirtschaft fördert eine bäuerliche und vielfältige Landwirtschaft, die auf Zusammenhalt basiert.

https://www.speisegut.com/

 

Großrachlhof - ein generationsübergreifender Familienbetrieb

Naturland Bauer Jakob Sichler ist Mitglied bei dem Naturland Fair Partner Molkerei Berchtesgadener Land

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
https://www.grossrachlhof.de/de



Heiveld Südafrika - eine Kooperative von Rooibos-Kleinbauern 

Die Kleinbauern der Heiveld Kooperative liefern an den Naturland Fair zertifizierten Vearbeiter WeltPartner

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 https://www.weltpartner.de/de/handelspartner/afrika/suedafrika/heiveld-co-operative

 

ACPCU Uganda - ein Kooperativen-Dachverband der sich für die Förderung der Frauen einsetzt

ACPCU liefert seinen Bio-Kaffee an den Naturland Fair Partner GEPA

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

https://www.gepa.de/produzenten/partner/acpcu.html