ROP gross

Dr. Linley Dixon, Landwirtin aus den Vereinigten Staaten und stellvertretende Direktorin des Real Organic Project besuchte im Dezember Naturland und verschiedene Naturlandbetriebe in Süddeutschland.

Das Real Organic Project ist eine gemeinnützige Nichtregierungsorganisation, unter anderem von Bauern getragen, die das Verständnis der Menschen für grundlegende ökologische Werte und Praktiken in den Vereinigten Staaten weiterentwickeln will. Ihr Hauptanliegen ist der Verlust regionaler ökologischer Familienbetriebe, aufgrund des Zuwaches von sogenannten „industriellen ökologischen Produzenten“. Ihr erstes Ziel ist es, ein zusätzliches Label zum stattlichen USDA certified organic (United States Department of Agriculture/ Landwirtschaftsministerium der Vereinigten Staaten) zu schaffen, um mehr Transparenz in ökologischen Landwirtschaftspraktiken zu gewährleisten.
Linley Dixon wollte sich bei ihrem Besuch in Europa mit verschiedenen ökologischen Verbänden wie auch Naturland vernetzen, über Best Practices in ökologischer Landwirtschaft sowie Zertifizierung austauschen und für gemeinsames Lobbying werben. Eines ihrer Anliegen ist die Gleichwertigkeitsvereinbarung zwischen der EU-Öko-Verordnung und der USDA-Öko-Regelung, die das Real Organic Project durch einige Veränderungen, welche kürzlich in den USA umgesetzt wurden, wie etwa die Zertifizierung von Hydrokultursystemen unter der USDA, gefährdet sieht, .
In ihrem Bestreben ein Zusatzlabel zu entwickeln, half der praktische Austausch mit den Naturlandbetrieben und es kam zu einem intensiven Dialog. Linley Dixon ist eine ökologische Gemüseerzeugerin in Colorado, ihr geht es vor allem auch um den Boden und seine Fruchtbarkeit. Sie engagiert sich in der Solidarischen Landwirtschaft (Community Supported Agriculture/CSA) und versucht so ihre Mitbürger und Nachbarn über die Bedeutung des Bodens aufzuklären. Martin Huber, Naturland Milcherzeuger, der auf gesunde und produktive Böden angewiesen ist, um ökologisches Grünland und Futter für seine Rinder anzubauen, konnte da nur zustimmen. Bei Ihrem Austausch mit ihm drehte sich auch viel um die Frage, was es bedeutet heutzutage ein landwirtschaftlicher Familienbetrieb zu sein. Die vielfältigen Aufagben die damit verbunden sind, wie Martin Huber das gut veranschaulichen konnte, der nicht nur Öko-Bauer ist, sondern auch  Familienvater, der gleichzeitig politisch Pflichten in seiner Gemeinde und innerhalb des Naturland Verbandes als gewählter Delegierter innehat. Der Austausch wird fortgesetzt werden..

www.realorganicproject.org