2015 ist das Jahr der Böden

Gesunde Böden sind der Schlüssel zur Ernährungssicherung. Sie schützen Klima und Wasser und beherbergen ein Viertel der Biodiversität unseres Planeten. Ihre Bedeutung soll das Internationale Jahr der Böden vergegenwärtigen, das die UNO für 2015 ausgerufen hat. Weil für den Ökolandbau die Bewahrung der lebenswichtigen Ressource Boden seit jeher im Mittelpunkt steht, veranstaltet die Naturland Fachberatung regelmäßig die „Ausbildung zum Bodenpraktiker“ und die Naturland Ackerbautagung.

Auch 2015 können Naturland Bauern erneut ihr Wissen über den Boden und seine Pflege vertiefen. Als Startschuss dreht sich auf der Grünen Woche im Januar auf der Naturland Aktionsfläche alles um das Thema Boden.

Auf der diesjährigen BIOFACH in Nürnberg hat Naturland gleich 15 internationale Mitglieder für ihr langjähriges Engagement für den Öko-Landbau ausgezeichnet. Diese beständigen Mitgliedschaften stehen für Vertrauen, anhaltendes gegenseitiges Interesse und Wertschätzung und zeigen, dass der Öko-Landbau nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch nachhaltig ist.

Samabeong Tea Estate, Darjeeling, Tea Promoters (India) unterzeichnete vor 25 Jahren einen Vertrag mit Naturland. Das markierte zugleich den Beginn des ökologischen Teeanbaus in Indien.

Berliner Grunewald ist „Waldgebiet des Jahres 2015“ – Seit 2002 Naturland zertifiziert

grunewaldDer Grunewald in Berlin ist vom Bund Deutscher Forstleute (BDF) zum „Waldgebiet des Jahres 2015“ gekürt worden. „Die Auszeichnung würdigt die große Bedeutung, welche eine naturnahe Waldbewirtschaftung nach den strengen Naturland Richtlinien für den Naturschutz und die Besucher im Wald gleichermaßen hat“, sagte der Öko-Bauer und Naturland Präsidiumsvorsitzende Hans Hohenester am Freitag (20.3.) in Gräfelfing: „Durch die naturnahe Bewirtschaftung wird die Stabilität des Ökosystems Wald gestärkt und zugleich seine Attraktivität für Besucher erhöht“, unterstrich Hohenester.

Der Naturland Präsidiumsvorsitzende beglückwünschte die Forstleute beim Landesforstamt Berlin zu der Ehrung, die zum „Internationalen Tag des Waldes“ am Samstag in einer Feierstunde in Berlin offiziell überreicht wird.
Der Grunewald im Südwesten des Berliner Stadtgebiets ist weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt als traditionelles Naherholungsgebiet der Berliner Bevölkerung. Darüber hinaus hat das rund 3.000 Hektar große Waldgebiet eine hohe Bedeutung für den Natur- und Landschaftsschutz, das Stadtklima und die Trinkwassergewinnung.

Berlin muss die Bremse lösen

Vorstand Naturland BaWue kleinHerrenberg – Naturland fordert die Bundesregierung auf, in Sachen Öko-Landbau endlich mit den Ländern an einem Strang zu ziehen. „Die Verbraucher wollen mehr heimisches Bio. Die Bundesländer wollen es auch und haben ihre Förderrichtlinien entsprechend angepasst. Nur Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt steht weiter auf der Bremse“, sagte der Naturland Landesvorsitzende in Baden-Württemberg, Hans Bartelme, auf der Mitgliederversammlung der Naturland Bauern im Ländle am Donnerstag in Herrenberg. Bartelme verwies in diesem Zusammenhang auf Schmidts halbherzige Haltung beim Gentech-Anbauverbot sowie auf die geplante Düngeverordnung, bei der die Leistungen des Öko-Landbaus für den Grundwasserschutz bislang schlichtweg ignoriert werden.
Auf Landesebene hingegen sind die Rahmenbedingungen für eine positive Entwicklung des Öko-Landbaus Bartelme zufolge derzeit so gut wie lange nicht. Dies liege zum einen an der positiven Markt-entwicklung, zum anderen aber auch an der kontinuierlichen Unterstützung durch die Landespolitik. So hat die grün-rote Landesregierung in Stuttgart die Öko-Prämien von 2015 an deutlich erhöht. Mit 350 Euro pro Hektar für Betriebe in der Umstellungsphase und 230 Euro pro Hektar Beibehaltungsprämie für etablierte Öko-Betriebe liegt Baden-Württemberg im Ländervergleich im oberen Drittel.

Bayerische Naturland Bauern feiern 20 Jahre Erzeugerring für naturgemäßen Landbau

Hans Hohenester 250Hohenkammer – Der Erfolg beim Umstieg auf Öko-Landbau ist vor allem eine Frage des richtigen Betriebskonzepts. „Eine umfassende und individuelle Beratung gerade in der Umstellungsphase ist eine wichtige Voraussetzung für den dauerhaften wirtschaftlichen Erfolg als Öko-Betrieb.

Genau diese Unterstützung finden die bayerischen Landwirte seit nunmehr 20 Jahren bei den Fachberatern des Naturland Erzeugerrings für naturgemäßen Landbau e.V.”, sagte Hans Hohenester, Vorsitzender des Erzeugerrings und Naturland Präsidiumsvorsitzender, aus Anlass des Jubiläums am Dienstag auf der Mitgliederversammlung der bayerischen Naturland Bauern in Hohenkammer.

Landwirtschaftsminister Brunner zeichnet Naturland Betriebe aus

PM 2015 02 11Nürnberg – Öko aus der Region als Erfolgsrezept: Dass dies mehr als nur ein Motto ist, zeigen alljährlich die Bayerischen Öko-Erlebnistage. Mehr als 220 Veranstaltungen hat die Reihe im vergangenen Jahr umfasst, die schönsten wurden nun traditionsgemäß auf der BioFach vom bayerischen Landwirtschaftsminister Helmut Brunner ausgezeichnet. Auch zwei Naturland Betriebe waren mit ihren Hoffesten wieder ganz vorn mit dabei: Monika und Wolfgang Schudt vom Berghof in Schöllkrippen/Unterfranken sowie Anni und Johann Wolf vom Viehweidhof in Burgberg/Oberallgäu.
„Bei den Öko-Erlebnistagen kann man das Öko-Land Bayern mit allen Sinnen erfahren und viel Wissenswertes über die Herstellung der Öko-Lebensmittel lernen. Zu Recht kommt das gemeinsam mit der Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern entwickelte Konzept bei den Verbrauchern ausgesprochen gut an.", sagte der bayerische Landwirtschaftsminister Brunner bei der Preisverleihung am Mittwoch in Nürnberg. Dafür sprechen auch die beiden Hoffeste der Naturland Betriebe Berghof und Viehweidhof, die sich im September 2014 über insgesamt 7.500 Besucher freuen konnten.
Öko aus der Region und Direktvermarktung – ein Erfolgsrezept