Im „Internationalen Jahr der Böden“: Naturland auf der Internationalen Grünen Woche

IGW 250Gräfelfing/Berlin – Gesunde Böden sind der Schlüssel zur Sicherung der Welternährung. Sie leisten einen unverzichtbaren Beitrag zum Klimaschutz und zum Erhalt der Artenvielfalt. Im Öko-Landbau steht der Schutz des Bodens deshalb seit jeher im Mittelpunkt. Allerdings gehen jedes Jahr weltweit rund sechs Millionen Hektar fruchtbares Ackerland verloren. Aus diesem Grund hat die UNO 2015 zum „Internationalen Jahr der Böden“ erklärt.

Auf der Internationalen Grünen Woche vom 16. bis 25. Januar in Berlin können sich die Messebesucher am Naturland Stand in der Bio-Halle (1.2b) darüber informieren, was gesunde Böden alles leisten und was Öko-Bauern tun, um diese lebenswichtige Ressource zu schützen. „Bio – mehr Platz für Leben“ lautet das diesjährige Motto der Bio-Halle, wo Naturland mit einer Aktionsfläche sowie einem Gemeinschaftsstand mit insgesamt acht Naturland Partnern präsent sein wird. Besucher können sich auf der Aktionsfläche (Stand 214) informieren, wie viel Leben in einem gesunden Öko-Boden steckt.

Bundesregierung muss Allianz gegen die Totalrevision der EU-Öko-Verordnung schmieden

2014 11 27 deleg 250Gräfelfing – Im Streit um die von Brüssel geplante Totalrevision der EU-Öko-Verordnung warnt Naturland vor falschen Kompromissen zu Lasten der Zukunft des Öko-Landbaus. „Der derzeit diskutierte Vorschlag der italienischen Ratspräsidentschaft ist nicht mehr als ein Scheinkompromiss. An der grundsätzlich falschen Ausrichtung der Brüsseler Pläne ändert sich dadurch gar nichts“, sagte Hans Hohenester, Öko-Bauer und Naturland Präsidiumsvorsitzender, auf der Delegiertenversammlung des Öko-Verbandes am Donnerstag in Gräfelfing.
In einem einstimmig gefassten Beschluss forderten die Naturland Delegierten die Bundesregierung auf, alles daran zu setzen, um bis zur Sitzung des EU-Agrarministerrats am 15. Dezember Allianzen gegen die geplante Totalrevision und für eine Rettung des Öko-Landbaus in Europa zu schmieden. „Die Verbraucher wollen mehr heimisches Öko. Viele Landesregierungen in Deutschland unterstützen dies, indem sie die Rahmenbedingungen für Öko-Bauern verbessern. Diese positiven Ansätze werden aber durch die Entwicklung auf europäischer Ebene komplett konterkariert“, heißt es in dem Beschluss der Naturland Delegiertenversammlung.

Niedersächsische Agrarwende ist eine gesellschaftliche Notwendigkeit

3PM 250Verden – Der stellvertretende niedersächsische Naturland Landesvorsitzende Everhard Hüseman fordert die konventionellen Bauernvertreter auf, ihre Verweigerungshaltung gegen die „sanfte Agrarwende“ der Landesregierung endlich aufzugeben und zu einer konstruktiven Haltung zurückzufinden. „Wer das Kupieren von Schweineschwänzen oder das Kürzen von Hühnerschnäbeln allen Ernstes als Tierschutz bezeichnet, der möchte offenbar weiterhin die Tiere für bestehende Haltungssysteme und Größenordnungen ‚passend‘ zurechtstutzen.

Die Gesellschaft ist zu Recht nicht länger bereit, solche Praktiken zu tolerieren“, sagte Hüseman auf der Landesmitgliederversammlung der niedersächsischen Naturland Bauern in Verden.
Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, hatte unlängst bei einer Veranstaltung vor Bauern in Niedersachsen massiv gegen den Öko-Landbau und die Reformpolitik der grünen Länderagrarminister polemisiert.

Wichtiges Signal für mehr Bio in Bayern

3PM 250Gräfelfing – Naturland begrüßt die Neugestaltung der Öko-Förderung in Bayern als ein wichtiges Zukunftssignal für die heimische Landwirtschaft. „Der Öko-Landbau trägt mit seinen Leistungen für Umwelt-, Boden- und Gewässerschutz ganz wesentlich zum Erhalt unserer bayerischen Kulturlandschaft bei“, sagte Hubert Heigl, Öko-Bauer und Naturland Landesvorsitzender, am Freitag in Gräfelfing.

Die Bauern könnten diese gesellschaftlichen Mehrleistungen aber nur dann erbringen, wenn ihnen die Mehrkosten auch vergütet werden. „Die geplante Erhöhung der Fördersätze ab 2015 setzt einen wichtigen Anreiz für mehr Öko aus Bayern und ist ein wichtiges Signal für die Zukunftsfähigkeit unserer heimischen Landwirtschaft insgesamt“, unterstrich Heigl.

Öko-Landbau stärkt Kleinbauern im Kampf gegen den Welthunger

Welternhrung 250Gräfelfing - Naturland warnt davor, die Lösung des Hungerproblems im Export von Lebensmitteln und agrochemiebasierter Landwirtschaft in die armen Regionen der Welt zu suchen. „70 Prozent der weltweiten Ernte wird von Kleinbauern erwirtschaftet. Erfolgreiche Konzepte zur Ernährungssicherung müssen diese Kleinbauern stärken.

Ein wesentlicher Aspekt dabei ist der Öko-Landbau, weil er die Kleinbauern unabhängig macht von teurem Dünger und Pestiziden“, sagte Hans Hohenester, Öko-Bauer und Naturland Präsidiumsvorsitzender, anlässlich des Welternährungstags am 16. Oktober. Damit ist die Unterstützung von Kleinbauern bei der Umstellung auf eine ökologische Wirtschaftsweise ein wesentlicher Beitrag zur Sicherung der weltweiten Ernährungssouveränität. Nach Angaben der Welternährungsorganisation FAO sind weltweit 805 Millionen Menschen akut von Hunger betroffen.

Landwirtschaft nach Naturland Richtlinien sichert Münchens erstklassige Trinkwasserqualität: Öko-Landbau ist vorausschauender Umwelt- und Gewässerschutz. Deshalb wird das Mangfalltal als Haupteinzugsgebiet für Münchens Trinkwasserversorgung fast vollständig ökologisch bewirtschaftet - weit überwiegend von Naturland Bauern.

Auch die kommunalen Waldflächen in der Region sind Naturland zertifiziert. Die ökologische Nutzung stabilisiert die Böden in ihrer Funktion, Wasser zu speichern und zu filtern. So gilt das Trinkwasser der Münchner zu Recht als eines der saubersten in ganz Europa.