Naturland Mitgliederversammlung NRW: Bundesminister Schmidt muss endlich einlenken

KeineGentechnik 01Bad Sassendorf – Naturland fordert Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt auf, seinen unsinnigen Widerstand gegen ein bundeseinheitliches Anbauverbot für gentechnisch manipulierte Pflanzen endlich aufzugeben.

„Ein konsequentes nationales Anbauverbot kann nur auf Bundesebene geregelt werden. Andernfalls droht ein Gentechnik-Flickenteppich in Deutschland“, sagte der Naturland Landesvorsitzende in Nordrhein-Westfalen, Harald Nutt, auf der Mitgliederversammlung der Naturland Bauern in NRW am Montag in Bad Sassendorf. Auf der Agrarministerkonferenz am vergangenen Freitag hatten die 16 Landesminister Schmidt deshalb erneut einstimmig aufgefordert, das Verbot bundeseinheitlich zu regeln.

Am 21. März hat ganz offiziell der Frühling begonnen - und damit auch die Pflanzsaison 2015. Erwartungsvoll widmen sich Privathaushalte jetzt wieder der Garten- und Balkonbepflanzung. Dabei ist aber Umsicht geboten.

Laut einer von Greenpeace veröffentlichten Studie sind 79 Prozent der in den Gartencentern sowie Bau- und Supermärkten angebotenen Pflanzen erheblich mit Pestiziden belastet und haben einen unverhältnismäßig langen Transportweg hinter sich. Die umweltschonende Alternative hierzu ist der Einkauf beim Naturland Gärtner vor Ort.

Naturland Gärtner und Baumschulen in Ihrer Region

Gesunde Böden sind der Schlüssel zur Ernährungssicherung. Sie schützen Klima und Wasser und beherbergen ein Viertel der Biodiversität unseres Planeten. Ihre Bedeutung soll das Internationale Jahr der Böden vergegenwärtigen, das die UNO für 2015 ausgerufen hat. Weil für den Ökolandbau die Bewahrung der lebenswichtigen Ressource Boden seit jeher im Mittelpunkt steht, veranstaltet die Naturland Fachberatung regelmäßig die „Ausbildung zum Bodenpraktiker“ und die Naturland Ackerbautagung.

Auch 2015 können Naturland Bauern erneut ihr Wissen über den Boden und seine Pflege vertiefen. Als Startschuss dreht sich auf der Grünen Woche im Januar auf der Naturland Aktionsfläche alles um das Thema Boden.

Auf der diesjährigen BIOFACH in Nürnberg hat Naturland gleich 15 internationale Mitglieder für ihr langjähriges Engagement für den Öko-Landbau ausgezeichnet. Diese beständigen Mitgliedschaften stehen für Vertrauen, anhaltendes gegenseitiges Interesse und Wertschätzung und zeigen, dass der Öko-Landbau nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch nachhaltig ist.

Samabeong Tea Estate, Darjeeling, Tea Promoters (India) unterzeichnete vor 25 Jahren einen Vertrag mit Naturland. Das markierte zugleich den Beginn des ökologischen Teeanbaus in Indien.

Berliner Grunewald ist „Waldgebiet des Jahres 2015“ – Seit 2002 Naturland zertifiziert

grunewaldDer Grunewald in Berlin ist vom Bund Deutscher Forstleute (BDF) zum „Waldgebiet des Jahres 2015“ gekürt worden. „Die Auszeichnung würdigt die große Bedeutung, welche eine naturnahe Waldbewirtschaftung nach den strengen Naturland Richtlinien für den Naturschutz und die Besucher im Wald gleichermaßen hat“, sagte der Öko-Bauer und Naturland Präsidiumsvorsitzende Hans Hohenester am Freitag (20.3.) in Gräfelfing: „Durch die naturnahe Bewirtschaftung wird die Stabilität des Ökosystems Wald gestärkt und zugleich seine Attraktivität für Besucher erhöht“, unterstrich Hohenester.

Der Naturland Präsidiumsvorsitzende beglückwünschte die Forstleute beim Landesforstamt Berlin zu der Ehrung, die zum „Internationalen Tag des Waldes“ am Samstag in einer Feierstunde in Berlin offiziell überreicht wird.
Der Grunewald im Südwesten des Berliner Stadtgebiets ist weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt als traditionelles Naherholungsgebiet der Berliner Bevölkerung. Darüber hinaus hat das rund 3.000 Hektar große Waldgebiet eine hohe Bedeutung für den Natur- und Landschaftsschutz, das Stadtklima und die Trinkwassergewinnung.

Berlin muss die Bremse lösen

Vorstand Naturland BaWue kleinHerrenberg – Naturland fordert die Bundesregierung auf, in Sachen Öko-Landbau endlich mit den Ländern an einem Strang zu ziehen. „Die Verbraucher wollen mehr heimisches Bio. Die Bundesländer wollen es auch und haben ihre Förderrichtlinien entsprechend angepasst. Nur Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt steht weiter auf der Bremse“, sagte der Naturland Landesvorsitzende in Baden-Württemberg, Hans Bartelme, auf der Mitgliederversammlung der Naturland Bauern im Ländle am Donnerstag in Herrenberg. Bartelme verwies in diesem Zusammenhang auf Schmidts halbherzige Haltung beim Gentech-Anbauverbot sowie auf die geplante Düngeverordnung, bei der die Leistungen des Öko-Landbaus für den Grundwasserschutz bislang schlichtweg ignoriert werden.
Auf Landesebene hingegen sind die Rahmenbedingungen für eine positive Entwicklung des Öko-Landbaus Bartelme zufolge derzeit so gut wie lange nicht. Dies liege zum einen an der positiven Markt-entwicklung, zum anderen aber auch an der kontinuierlichen Unterstützung durch die Landespolitik. So hat die grün-rote Landesregierung in Stuttgart die Öko-Prämien von 2015 an deutlich erhöht. Mit 350 Euro pro Hektar für Betriebe in der Umstellungsphase und 230 Euro pro Hektar Beibehaltungsprämie für etablierte Öko-Betriebe liegt Baden-Württemberg im Ländervergleich im oberen Drittel.