Lammsbräu-Nachhaltigkeitspreis zum 14. Mal verliehen – Festakt in Neumarkt

Lammsbraeu Nachhaltigkeitspreis2015 250Dr. Ehrnsperger mit Teekampagne-Geschäfts-führer Räuchle und Gründer Prof. Faltin sowie Laudator Gutmann (Quelle: Lammsbräu)Eine ökologisch, sozial und ökonomisch nachhaltige Initiative mit Vorbildcharakter: Die Teekampagne importiert Darjeeling Tee in Öko-Qualität direkt von den indischen Erzeugern. Verkauft wird per Internet-Versand – ohne Zwischenhandel. Das spart Kosten und ermöglicht so bessere Preise für die Öko-Bauern in Indien.

Seit 2007 ist die Teekampagne Naturland Partner und importiert Tee von insgesamt drei Naturland zertifizierten Erzeugern mit mehreren Teegärten in Darjeeling. Am Donnerstagabend (18.6.) nun wurde dem Unternehmen bei einem Festakt der alljährlich von der Öko-Brauerei Neumarkter Lammsbräu ausgelobte Nachhaltigkeitspreis 2015 verliehen.

Naturland begrüßt Nein zu Öko-Grenzwerten – Weitere zentrale Probleme bleiben bestehen

Hans Hohenester 250Ein Schritt in die richtige Richtung, aber noch lange kein Durchbruch: Mit ihrer Einigung auf eine gemeinsame Position zur Reform der EU-Öko-Verordnung haben die europäischen Agrarminister einige der gravierendsten Fehler des Kommissionsentwurfs getilgt. Grund zur Entwarnung gibt es aber nicht.

„Das Nein des EU-Agrarrats zur Einführung von öko-spezifischen Grenzwerten verhindert zwar das Schlimmste. Andere zentrale Probleme wie die Frage der Kontrollen oder die Regelung von Importen bleiben aber bestehen“, sagte der Öko-Bauer und Naturland Präsidiumsvorsitzende Hans Hohenester am Mittwoch in Gräfelfing.

Europaabgeordneter Manfred Weber zum politischen Austausch auf dem Naturland Betrieb Hohenester

Hohenester empfängt WeberNaturland Präsidiumsvorsitzender Hans Hohenester und der Vorsitzende der EVP Fraktion im Europaparlament Manfred Weber fordern die europäischen Agrarminister zu einer Weichenstellung für mehr Öko-Landbau auf. Der Europaabgeordnete Weber besuchte an diesem Freitag den Naturland Präsidiumsvorsitzenden und Öko-Bauer Hohenester auf dessen Betrieb in Altdorf, Landkreis Landshut.

„Der Öko-Landbau leistet einen unverzichtbaren gesellschaftlichen Beitrag, indem er für gesunde Böden, mehr Artenvielfalt und eine lebenswerte Umwelt sorgt“, betonte Manfred Weber, Europaabgeordneter und Vorsitzender der EVP Fraktion. „Eine Überarbeitung der EU-Öko-Verordnung muss das Ziel haben, den Öko-Landbau auf eine bessere Basis zu stellen(...)"

Gemeinsame Pressemitteilung von Naturland, Bioland, Demeter und Biokreis

tierwohl2Naturland, Bioland, Demeter und Biokreis setzen erstmals gemeinsames Kontrollverfahren um - Wie es den Tieren auf den Betrieben der Öko-Verbände Bioland, Demeter, Naturland und Biokreis geht, erfasst detailliert der letztes Jahr eingeführte Tierwohl-Check. Kontrolleure überprüfen anhand von Schlüssel-Indikatoren z.B. den Zustand des Gefieders bei Geflügel, die Verschmutzung von Rindern oder Verlustraten in der Aufzucht. Ziel ist es, das Wohl der Tiere auf Bio-Betrieben sicherzustellen und weiter zu verbessern.

Die Verbände hatten ein über die EU-Kontrolle hinausgehendes System der Tierwohlkontrolle erarbeitet und im ersten Durchlauf 2014 erprobt.

Der Weltbauerntag am1. Juni wurde von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen, um das Thema der Nahrungsmittelerzeugung in den Mittelpunkt zu rücken. Weltweit werden 70 Prozent aller Lebensmittel von Kleinbauern produziert. Sie sind damit die wesentliche Stütze der globalen Ernährungssicherung.

Öko-Landbau hilft Kleinbauern weltweit, unabhängig zu werden von teuren und umweltschädlichen Pestiziden und chemischen Düngemitteln. Faire Preise und verlässliche Handelsbeziehungen sind eine weitere Bedingung dafür, dass Bauern weltweit von ihrer Arbeit leben können.

Der weltweite Klimaschutz ist eines der Themen auf der Tagesordnung des G7-Gipfels am 7. und 8. Juni in Schloss Elmau. Kritiker befürchten allerdings, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel den G7-Gipfel bei München vor allem auch dafür nutzen will, um TTIP und CETA voranzubringen. Die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) sowie das Umfassende Wirtschafts- und Handelsabkommen (CETA) mit Kanada stehen in der Kritik, dass sie die Demokratie untergraben sowie Umweltschutz und Verbraucherschutz gefährden. 

Der massive Widerstand, den es in der Bevölkerung gegen die Handelsabkommen gibt, soll am 4. Juni - Fronleichnam - in München auf die Straße getragen werden. Tausenden Menschen gehen direkt bevor die G7-Regierungschefs zusammenkommen mit den drei zentralen Forderungen der G7-Demo auf die Straße: TTIP stoppen, Klima retten, Armut bekämpfen.