Öko-Verbände fordern Neuausrichtung der Förderung von Biogas

3PM 250Mainz/Gräfelfing 24. März 2014. Bioland und Naturland kritisieren die Pläne von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel zur Biogasförderung im Energie-Einspeise-Gesetz (EEG). „Mit der pauschalen Kürzung der Biogasförderung verbaut Gabriel einen Systemwechsel hin zu einer ökologisch nachhaltigen Biogasproduktion.

Es ist gut, dass die Förderung von Biogas-Mais gestoppt wird – es ist aber schlecht, wenn gleichzeitig der energetischen Verwertung von Reststoffen wie Gülle und Mist die Wirtschaftlichkeit entzogen wird. Damit konterkariert die Bundesregierung ihre eigenen Ziele, Reststoffe energetisch zu nutzen. Die noch großen Potentiale einer Biogasgewinnung aus Gülle, Mist sowie anderer Reststoffe bleiben so ungenutzt“, kritisierten Jan Plagge, Präsident von Bioland, und Hans Hohenester, Naturland Präsidiumsvorsitzender, die Pläne zum EEG.

Naturland und Partner auf der BioWest in Düsseldorf und der BioOst in Berlin
3PM 250Düsseldorf/Berlin – „Fair geht nah – weltweit“: Unter diesem Motto präsentiert sich Naturland auf den Regionalmessen BioWest am 30. März in Düsseldorf und BioOst am 6. April in Berlin. Denn Öko und Fair ist mehr als nur ein Trend, beide gehören untrennbar zusammen. Das Bewusstsein hierfür nimmt bei Verbrauchern ebenso wie beim Handel immer mehr zu. Naturland steht an der Spitze dieser wachsenden Bewegung.
Öko, sozial und fair sind die drei Säulen der Nachhaltigkeit, die Naturland in dem 2010 eingeführten Naturland Fair Zeichen vereint. Diese Zusatzzertifizierung ist eine konsequente Weiterentwicklung der für alle Naturland Erzeuger und Verarbeiter verbindlichen Sozialrichtlinien. Denn Fairness gegenüber Mensch, Tier und Natur gibt es nur, wenn unsere Bauern von ihrer Arbeit leben können. Hier bei uns ebenso wie in den Ländern des Südens. Mehr als 650 Produkte tragen inzwischen das Naturland Fair Zeichen – eine Erfolgsgeschichte, die auch den Öko-Markt insgesamt nachhaltig verändert.

Naturland Mitgliederversammlung Rheinland-Pfalz wählt Landesvorstand neu

3PM 250Dolgesheim – Naturland fordert die Einführung von Öko-Landbau als verpflichtender Bestandteil des Lehrplans an den rheinland-pfälzischen Landwirtschaftsschulen. „Junge Menschen, die sich für eine Ausbildung als Landwirt oder Winzer entscheiden, müssen von Anfang an mit den Methoden und Leistungen des Öko-Landbaus vertraut gemacht werden und diese als grundsätzliche Alternative zur konventionellen Wirtschaftsweise kennenlernen“, betonte Horst Maurer, Naturland Landesvorsitzender in Rheinland-Pfalz. „Hier liegt eine große Chance, die Entwicklung des Öko-Landbaus voranzubringen, die wir nicht länger ungenutzt lassen dürfen“, fügte er hinzu.
Auf der Mitgliederversammlung der rheinland-pfälzischen Naturland Bauern am Mittwoch (26.03.) in Dolgesheim wurde Maurer für weitere drei Jahre als Landesvorsitzender bestätigt. Es ist die zweite Amtszeit für den Ackerbauer aus Reiffelbach (Landkreis Bad Kreuznach). Ebenfalls in ihren Ämtern bestätigt wurden die Vorstandsmitglieder Michael Lahnert (Rhein-Hunsrück-Kreis) und Manfred Singhof (Rhein-Lahn-Kreis). Neu gewählt wurde Axel Seck (Landkreis Mainz-Bingen). Damit ist im Weinbauland Rheinland-Pfalz nun auch wieder ein Winzer im Naturland Landesvorstand vertreten.

Naturland appelliert an Agrarministerkonferenz: EU-Öko-Reform aktiv mitgestalten
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Gräfelfing – Die Reform der EU-Öko-Verordnung muss den gesetzlichen Rahmen für einen weiteren Ausbau des heimischen Öko-Landbaus im Sinne der Verbraucher schaffen. „Der Entwurf, den die EU-Kommission hierzu vorgelegt hat, wird diesem Anspruch bislang allerdings nur unzureichend gerecht. Statt das hohe Vertrauen der Verbraucher zu sichern und den Markt weiterzuentwickeln, würde Öko wieder zurück in die Nische gedrängt“, sagte Hans Hohenester, Öko-Bauer und Naturland Präsidiumsvorsitzender, am Dienstag in Gräfelfing.

„Wenn wir die wachsende Nachfrage nach möglichst regional erzeugten Öko-Lebensmitteln decken wollen, dann muss die deutsche Politik rechtzeitig ihren Einfluss in Brüssel geltend machen“, forderte Hohenester mit Blick auf die Konferenz der Agrarminister von Bund und Ländern am Mittwoch in Cottbus. Besonders problematisch ist die von der EU-Kommission geplante Einführung eigener Öko-Grenzwerte für Rückstände etwa von Pestiziden.

Öko und Fair gehören zusammen

GFair Handen 2014 250räfelfing/Stuttgart – Naturland steht auf der Fair Handeln in Stuttgart für die weltweit sinnvolle Verbindung von Öko-Landbau und Fairem Handel. „Der Zusammenhang von Öko und Fair, regional und weltweit ist mehr als nur ein Trend“, betont Hans Hohenester, Öko-Bauer und Naturland Präsidiumsvorsitzender, im Vorfeld der Messe.

„Mehr Öko ist nur über einen fairen Preis für die Bauern zu bekommen. Das gilt für unsere heimischen Bauern genauso wie für ihre Kollegen in der ganzen Welt.“ Dem vielseitigen Publikum der Messe wird eine breite Palette an Naturland Fair zertifizierten Produkten vorgestellt. Von Brot und Quark über Schokolade bis Kaffee und Wein: über 650 Produkte sind mittlerweile Naturland Fair zertifiziert. Sie alle entsprechen damit den strengen Anforderungen von Naturland an Öko-Landbau und Fairen Handel. Die Besucher können sich über Erzeugung, Verarbeitung und den Vertrieb der Produkte informieren.

Erster Naturland Agrarpolitik-Tag diskutiert Chancen des regionalen Öko-Marktes

Staatssekretärin Tappeser beim Naturland Agrarpolitik-Tag

Die Entwicklungsperspektiven regionaler Öko-Märkte waren das Thema beim ersten Naturland Agrarpolitik-Tag. „Die Nachfrage der Verbraucher nach mehr heimischem Öko ist da und die meisten Bundesländer haben ihre Förderbedingungen entsprechend angepasst“, sagte der Naturland Präsidiumsvorsitzende Hans Hohenester zum Auftakt der Tagung am Mittwoch (15.4.) in Fulda. „Jetzt kommt es darauf an, gemeinsam Strategien für eine regionale Wertschöpfung zu entwickeln. Denn letztlich ist es vor allem eine klare Marktperspektive, die mehr Betriebe dazu bringt, auf Öko-Landbau umzustellen.“

Gastredner der Veranstaltung waren die Staatssekretärin im Wiesbadener Landwirtschaftsministerium, Dr. Beatrix Tappeser, der Amtschef des baden-württembergischen Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Wolfgang Reimer, der Geschäftsführer der IFOAM-EU-Gruppe, Marco Schlüter, sowie der Geschäftsführende Vorstand der Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (AöL), Dr. Alexander Beck.