Naturland Mitgliederversammlung Rheinland-Pfalz wählt Landesvorstand neu

3PM 250Dolgesheim – Naturland fordert die Einführung von Öko-Landbau als verpflichtender Bestandteil des Lehrplans an den rheinland-pfälzischen Landwirtschaftsschulen. „Junge Menschen, die sich für eine Ausbildung als Landwirt oder Winzer entscheiden, müssen von Anfang an mit den Methoden und Leistungen des Öko-Landbaus vertraut gemacht werden und diese als grundsätzliche Alternative zur konventionellen Wirtschaftsweise kennenlernen“, betonte Horst Maurer, Naturland Landesvorsitzender in Rheinland-Pfalz. „Hier liegt eine große Chance, die Entwicklung des Öko-Landbaus voranzubringen, die wir nicht länger ungenutzt lassen dürfen“, fügte er hinzu.
Auf der Mitgliederversammlung der rheinland-pfälzischen Naturland Bauern am Mittwoch (26.03.) in Dolgesheim wurde Maurer für weitere drei Jahre als Landesvorsitzender bestätigt. Es ist die zweite Amtszeit für den Ackerbauer aus Reiffelbach (Landkreis Bad Kreuznach). Ebenfalls in ihren Ämtern bestätigt wurden die Vorstandsmitglieder Michael Lahnert (Rhein-Hunsrück-Kreis) und Manfred Singhof (Rhein-Lahn-Kreis). Neu gewählt wurde Axel Seck (Landkreis Mainz-Bingen). Damit ist im Weinbauland Rheinland-Pfalz nun auch wieder ein Winzer im Naturland Landesvorstand vertreten.

Naturland appelliert an Agrarministerkonferenz: EU-Öko-Reform aktiv mitgestalten
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Gräfelfing – Die Reform der EU-Öko-Verordnung muss den gesetzlichen Rahmen für einen weiteren Ausbau des heimischen Öko-Landbaus im Sinne der Verbraucher schaffen. „Der Entwurf, den die EU-Kommission hierzu vorgelegt hat, wird diesem Anspruch bislang allerdings nur unzureichend gerecht. Statt das hohe Vertrauen der Verbraucher zu sichern und den Markt weiterzuentwickeln, würde Öko wieder zurück in die Nische gedrängt“, sagte Hans Hohenester, Öko-Bauer und Naturland Präsidiumsvorsitzender, am Dienstag in Gräfelfing.

„Wenn wir die wachsende Nachfrage nach möglichst regional erzeugten Öko-Lebensmitteln decken wollen, dann muss die deutsche Politik rechtzeitig ihren Einfluss in Brüssel geltend machen“, forderte Hohenester mit Blick auf die Konferenz der Agrarminister von Bund und Ländern am Mittwoch in Cottbus. Besonders problematisch ist die von der EU-Kommission geplante Einführung eigener Öko-Grenzwerte für Rückstände etwa von Pestiziden.

Öko und Fair gehören zusammen

GFair Handen 2014 250räfelfing/Stuttgart – Naturland steht auf der Fair Handeln in Stuttgart für die weltweit sinnvolle Verbindung von Öko-Landbau und Fairem Handel. „Der Zusammenhang von Öko und Fair, regional und weltweit ist mehr als nur ein Trend“, betont Hans Hohenester, Öko-Bauer und Naturland Präsidiumsvorsitzender, im Vorfeld der Messe.

„Mehr Öko ist nur über einen fairen Preis für die Bauern zu bekommen. Das gilt für unsere heimischen Bauern genauso wie für ihre Kollegen in der ganzen Welt.“ Dem vielseitigen Publikum der Messe wird eine breite Palette an Naturland Fair zertifizierten Produkten vorgestellt. Von Brot und Quark über Schokolade bis Kaffee und Wein: über 650 Produkte sind mittlerweile Naturland Fair zertifiziert. Sie alle entsprechen damit den strengen Anforderungen von Naturland an Öko-Landbau und Fairen Handel. Die Besucher können sich über Erzeugung, Verarbeitung und den Vertrieb der Produkte informieren.

Erster Naturland Agrarpolitik-Tag diskutiert Chancen des regionalen Öko-Marktes

Staatssekretärin Tappeser beim Naturland Agrarpolitik-Tag

Die Entwicklungsperspektiven regionaler Öko-Märkte waren das Thema beim ersten Naturland Agrarpolitik-Tag. „Die Nachfrage der Verbraucher nach mehr heimischem Öko ist da und die meisten Bundesländer haben ihre Förderbedingungen entsprechend angepasst“, sagte der Naturland Präsidiumsvorsitzende Hans Hohenester zum Auftakt der Tagung am Mittwoch (15.4.) in Fulda. „Jetzt kommt es darauf an, gemeinsam Strategien für eine regionale Wertschöpfung zu entwickeln. Denn letztlich ist es vor allem eine klare Marktperspektive, die mehr Betriebe dazu bringt, auf Öko-Landbau umzustellen.“

Gastredner der Veranstaltung waren die Staatssekretärin im Wiesbadener Landwirtschaftsministerium, Dr. Beatrix Tappeser, der Amtschef des baden-württembergischen Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Wolfgang Reimer, der Geschäftsführer der IFOAM-EU-Gruppe, Marco Schlüter, sowie der Geschäftsführende Vorstand der Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (AöL), Dr. Alexander Beck.

Naturland Mitgliederversammlung Mecklenburg-Vorpommern wählt Landesvorstand neu
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Verchen – Der Öko-Landbau in Mecklenburg-Vorpommern darf nicht durch eine unentschlossene Förderpolitik zurück in die Nische gedrängt werden. „Mecklenburg-Vorpommern liegt bei der Öko-Förderung schon heute weit hinter anderen Bundesländern zurück. Wenn die Landesregierung nun ihre bereits angekündigte und längst überfällige Erhöhung der Fördersätze um ein Jahr verschiebt, wird das die ohnehin schon verlangsamte Entwicklung des Öko-Landbaus in Mecklenburg-Vorpommern weiter ausbremsen“, warnt der Naturland Landesvorsitzende Joachim Gawlik.

Zugleich fordert er eine intelligente Ausrichtung der Förderung, die Mitnahmeeffekte reduziert und stattdessen tatsächlich zu mehr ökologischer Produktion führt. Die Entwicklung der Förderpolitik im Land sowie die generellen Rahmenbedingungen für den Öko-Landbau waren die wichtigsten Themen auf der Mitgliederversammlung der Naturland Bauern in Mecklenburg-Vorpommern am Donnerstag (24.04.) in Verchen. Dabei wurde Joachim Gawlik für weitere drei Jahre als Landesvorsitzender bestätigt.

Delegierte wählen neues Präsidium – Hohenester als Vorsitzender bestätigt

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Gräfelfing – Der Öko-Verband Naturland fordert die Möglichkeit zu nationalen Gentechnik-Anbau-verboten in der EU ohne Wenn und Aber. „Der derzeit in Brüssel diskutierte Vorschlag der griechischen Ratspräsidentschaft für eine so genannte ‚Opt out‘-Lösung ist eine Mogelpackung“, kritisierte Hans Hohenester, Öko-Bauer und Naturland Präsidiumsvorsitzender, am Donnerstag in Gräfelfing. „Kurzfristig kann es zwar zu Anbauverboten einzelner gentechnisch manipulierter Sorten kommen, um die Kritiker zu besänftigen.

Mittelfristig aber droht ein Dammbruch bei den Zu-lassungen, der dann auch den jeweiligen nationalen Widerstand hinweg spült“, warnte Hohenester. In einem einstimmig gefassten Beschluss forderte die Naturland Delegiertenversammlung deshalb die Bundestagsabgeordneten aller Parteien auf, Druck auf die Bundesregierung zu machen. Bei einer für den 23. Mai angesetzten Probeabstimmung in Brüssel müsse Deutschland für ein echtes „Opt out“ und gegen die von Griechenland vorgeschlagene Scheinlösung votieren. Genau das hat auch der Bundesrat in einem Entschließungsantrag bereits gefordert.