Geplante Änderungen in EU-Öko-Verordnung vervielfachen Zertifizierungskosten für Kooperativen – Gemeinsamer Brief von Fairhandelsakteuren

Kakao Qualitaetskontrolle SaoTome 250Gräfelfing, 15.09.2020 – Ob Kaffee, Kakao, Bananen oder Rohrzucker: Viele Bio-Produkte unseres täglichen Bedarfs werden von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in den Ländern des globalen Südens erzeugt. Faire Preise sind für sie ebenso wichtig, wie eine sichere und kostengünstige Zertifizierung.

Genau hier drohen geplante Änderungen im Kontrollsystem der EU nun aber ausgerechnet die kleinbäuerlichen Betriebe finanziell massiv zu belasten. In einem gemeinsamen Brief appellieren Naturland, das Forum Fairer Handel, das Fairhandelshaus GEPA und Fairtrade Deutschland deshalb an Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, sich in Brüssel für praktikablere Lösungen einzusetzen.

Finde dein liebestes Naturland Fair Produkt

Naturland Fair ProdukttascheIm Rahmen der Fairen Woche, die vom 11.-25.09.2020 stattfindet, veranstaltet Naturland auf seinen Social Media Kanälen ein spannendes Gewinnspiel. Dabei gehen wir zusammen auf eine Schnitzeljagd, bei der es tolle Preise zu gewinnen gibt. 

Und so funktioniert's: Gehe in den Biomarkt/Weltladen oder Supermarkt deines Vertrauens, fotografiere dein liebstes Naturland Fair Produkt & veröffentliche das Foto in deiner Instagram Story. Tagge Naturland und (falls vorhanden) den Hersteller des Produktes und den Laden, in dem du das Produkt gefunden hast. Oder poste das Foto als Kommentar unter den Gewinnspielbeitrag auf der Naturland Facebook-Seite. Mit etwas Glück gewinnst du einen Naturland Beutel vollbepackt mit den feinsten Naturland Fair Produkten.

11.-25. September 2020

Faire Woche NaturlandWas brauchen wir für ein gutes Leben? Was trägt der Faire Handel zum Wandel zu einer nachhaltigen Lebensweise bei? Bei der diesjährigen Fairen Woche dreht sich unter dem Motto "Fair statt mehr" alles um das 12. UN-Nachhaltigkeitsziel: Nachhaltiger Konsum und Produktion. Mit dem Jahresthema soll die Frage aufgeworfen werden, was wir für ein "Gutes Leben" eigentlich wirklich brauchen – und wie wir dazu beitragen können, dass möglichst alle Menschen ein gutes Leben führen können.

Ein Gutes Leben für Mensch und Umwelt – für Naturland bedeutet das umweltfreundliche Landwirtschaft umzusetzen, gute Arbeitsbedingungen sicherzustellen und den Fairen Handel voranzubringen. 

Forum Fairer Handel zur Jahrespressekonferenz
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50 Jahre Fairer Handel in Deutschland! "In einem 'normalen' Jubiläumsjahr wären die positiven Umsatzzahlen des Fairen Handels in Deutschland ein Grund zur Freude gewesen", erklärt Matthias Fiedler, Geschäftsführer des Forum Fairer Handel auf der Jahrespressekonferenz am 2. September 2020. "Doch die Prognose für 2020 gibt uns Anlass zur Sorge und offenbart einen grundlegenden Missstand im Welthandel." 

Impfung gegen Ebergeruch im Öko-Landbau weiter ermöglichen

ebermast 250Zum Ende dieses Jahres tritt der gesetzlich beschlossene Ausstieg aus der betäubungslosen Ferkelkastration in Deutschland in Kraft. Durch den Beschluss einiger Bundesländer, die seit 2010 für den Öko-Landbau zugelassene Impfung gegen Ebergeruch zu verbieten, ist der gesamte Ausstieg gefährdet.

Naturland, die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz und PROVIEH fordern die Bundesländer auf, ihren unkoordinierten Ausstieg aus der Impfung gegen Ebergeruch im Öko-Landbau bis zur endgültigen Klärung mit der EU-Kommission zurückzunehmen.

Zurück auf Anfang: Gemeinsame Europäische Agrarpolitik braucht Neustart statt Bürokratieübung

demo koblenz 250Vom 30. August bis zum 1. September 2020 treffen sich die europäischen Agrarminister, auf Einladung von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner in Koblenz. Anlässlich dieses Treffens fordert Naturland Präsident und Öko-Landwirt Hubert Heigl von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, sich für einen radikalen Neustart der Verhandlungen zur Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik (GAP) einzusetzen.

Das Bündnis "Wir haben es satt, in dem sich auch Naturland engagiert, ruft am 30. August in Koblenz zu einer Demonstration für einen echten Systemwechsel in der europäischen Agrarpolitik auf. Das Bündnis fordert, dass Fördergelder nur noch für insektenfreundliche und klimaschonende Landwirtschaft ausgegeben werden.