Heigl: „Freistaat muss seiner Vorbildrolle gerecht werden“ - Mitgliederversammlung Bayern

Dr. Eric Veulliet und Hubert HeiglSchweinfurt – Naturland Präsident Hubert Heigl fordert von der bayerischen Staatsregierung weitere mutige Schritte zur Stärkung des Öko-Landbaus im Freistaat. „Die Förderung von Absatz und Nachfrage steht zurecht im Zentrum des neuen Landesprogramms BioRegio 2030. Jetzt muss das Land Farbe bekennen und seiner Vorbildrolle bei der öffentlichen Beschaffung gerecht werden“, sagte Heigl auf der bayerischen Naturland Mitgliederversammlung am Dienstag in Schweinfurt.

Für die Entwicklung des Öko-Markts spiele die Außer-Haus-Verpflegung eine zentrale Rolle, betonte Heigl. Mit einer wirklich konsequenten Umsetzung des gesetzlich festgelegten Ziels von 50 Prozent regionalen und Bio-Lebensmitteln in den staatlichen Kantinen könne das Land deshalb ganz praktisch viel bewirken und zugleich ein wichtiges Signal setzen.

Annette Alpers übernimmt Leitung des Landesverbands von Michael Morawietz

alpers 250Lippetal-Lippborg – Annette Alpers ist neue Geschäftsführerin von Naturland in Nordrhein-Westfalen. Die 49-Jährige tritt die Nachfolge von Michael Morawietz an, der nach 17 Jahren an der Spitze des Naturland Landesverbands in den Ruhestand verabschiedet wurde.

„Ich freue mich, dass wir mit Annette Alpers eine erfahrene Öko-Fachberaterin, die überdies mit den Verhältnissen in Nordrhein-Westfalen bestens vertraut ist, als neue Geschäftsführerin für Naturland NRW gewinnen konnten. Sie ist nah dran an den Betrieben, an ihren Bedürfnissen und Herausforderungen und wird dieses Wissen nutzen, um neue Impulse zur Weiterentwicklung des Öko-Landbaus in NRW zu setzen“, sagte der Naturland Landesvorsitzende Harald Nutt in Lippetal-Lippborg.

Die Öko-Branche trauert um einen ihrer Pioniere. Karl-Ludwig Schweisfurth, Gründer der Herrmannsdorfer Landwerkstätten, ist in der Nacht auf Samstag (15.02.) im Alter von 89 Jahren verstorben.

"Karl-Ludwig Schweisfurth hat die Zukunft unserer Ernährung wirklich ganzheitlich gedacht. Als gelerntem Metzgermeister lag ihm dabei das Tierwohl ebenso am Herzen, wie die hochwertige Qualität der Produkte. Es war seine tiefe Überzeugung, dass aus der Verbindung aus ökologischer Erzeugung und handwerklicher Verarbeitung in der Region Lebensmittel entstehen, die wieder im Wortsinne gute Mittel zum Leben sind. Diese Überzeugung ist ein wichtiges Erbe, das er uns allen hinterlassen hat und dem wir uns verpflichtet fühlen", würdigte Naturland Präsident Hubert Heigl den Verstorbenen.

Der beste deutsche Rotwein kommt aus dem Naturland. Beim internationalen Weinwettbewerb "Mundus Vini Biofach 2020" konnte Naturland Winzer Hartmann Dippon vom Schlossgut Hohenbeilstein in Württemberg die Jury in diesem mit einem 2016er Spätburgunder Großes Gewächs aus der Lage Schlosswengert begeistern.

Und wie schon in den vergangenen Jahren blieb es nicht bei dieser einen Auszeichnung für das für den Spitzenwinzer: Zwei Gold- und eine Silbermedaille konnte Hartmann Dippon dieses Mal aus Nürnberg mit nach Hause nehmen.

Öko-Betriebe erhalten NABU- und Alnatura-Umstellungsförderung

Preisverleihung ABBI 250Nürnberg – Beim diesjährigen NABU Wettbewerb „Gemeinsam Boden gut machen“ konnten sich fünf Naturland Betriebe durchsetzen und erhalten ein Preisgeld von insgesamt 175.000 €. Drei der fünf Naturland Preisträger wurden am Donnerstag auf der BIOFACH in Nürnberg prämiert, die beiden anderen Betriebe werden im Juni auf dem Berliner Umweltfestival ausgezeichnet.

Mit dem Wettbewerb werden alljährlich Öko-Betriebe in der Umstellungsphase unterstützt. NABU und Alnatura wollen damit den Anteil ökologisch bewirtschafteter Flächen in Deutschland steigern.

Heigl: Verbindung von Öko und Sozial setzt auch qualitativ weltweit Maßstäbe

 2CA3416 mail 250x166Nürnberg - Zur Biofach 2020 kann Naturland wieder mit hervorragenden Zahlen aufwarten: Das anhaltend gute Wachstum der vergangenen Jahre hat sich auch 2019 fortgesetzt – in Deutschland und weltweit. Aktuell wirtschaften über 70.000 Bäuerinnen und Bauern in 57 Ländern der Erde nach Naturland Richtlinien – rund zehn Prozent mehr als noch vor einem Jahr.

Die landwirtschaftliche Fläche legte um 11,5 Prozent auf 427.000 Hektar zu. Dazu kommen noch knapp 56.000 Hektar ökologische Waldwirtschaft, so dass nun insgesamt mehr als 480.000 Hektar Land nach Naturland Richtlinien bewirtschaftet werden.