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Naturland International

Öko-Landbau weltweit

Naturland fördert den Öko-Landbau weltweit. Die Naturland Bäuerinnen und Bauern erzeugen ein breites Sortiment wertvoller Produkte: Kaffee aus Mexiko und Peru, Olivenöl aus Griechenland, Tee von indischen Berghängen, Ananas und andere tropische Früchte aus Uganda, Gewürze aus Sri Lanka. Die ökologische Landwirtschaft sichert kleinbäuerliche Existenzen und fördert die nachhaltige Bewirtschaftung der oft fragilen Öko-Systeme. Aktuell bewirtschaften rund 43.000 Naturland Bauern und Bäuerinnen weltweit eine Fläche von über 330.000 Hektar. 

Naturland Verbandsarbeit, Nachhaltigkeitsziele und Perspektiven für künftige Zusammenarbeit

chinesische delegation 250 Am 5. Juli 2017 besuchte eine chinesische Delegation der Provinz Guizhou die Naturland Geschäftsstelle in Gräfelfing. Die Gruppe war im Rahmen eines zweiwöchigen Weiterbildungsprogrammes in Frankfurt und München unterwegs, organisiert vom China Education & Training Center CETC. Ziel der Weiterbildung war es, die Delegation über die landwirtschaftlichen Strukturen, landwirtschaftlichen Verbände und Genossenschaften in Deutschland aufzuklären.

Die Teilnehmer stammten überwiegend aus dem Bereich der Armutsbekämpfung und Entwicklungshilfe, tätig am Poverty Alleviation and Development Office of Guizhou Province. Guizhou liegt im gebirgigen Süden des chinesischen Binnenlandes, am Fuße des Himalaya Gebirges. Die Provinz ist ungefähr halb so groß wie Deutschland und hat rund halb so viele Einwohner wie Deutschland.

Besuch in Naturland Geschäftsstelle - ökologische Landwirtschaft und Sozialstandards im Fokus

Die philippinische Delegation zu Besuch in Gräfelfing Am 28. Juni 2017 besuchte eine philippinische Delegation die Naturland Geschäftsstelle in Gräfelfing. Der Besuch fand im Rahmen einer einwöchigen Studienreise zum Thema Wertschöpfungsketten ökologischer Lebensmittel, organisiert von AFOS (Stiftung für unternehmerische Entwicklungszusammenarbeit) statt.

Die Teilnehmer waren überwiegend Politiker und Landwirte, die die ökologische Landwirtschaft auf den Philippinen fördern wollen. Bei dem Treffen mit Vertretern der LVÖ (Landesverband für Ökologischen Landbau) sowie von Naturland erhielten die Delegierten Einblicke in die Struktur der ökologischen Landwirtschaft in Deutschland sowie die internationale Erfahrung von Naturland und diskutierten Herausforderungen und Strategien bei der Vermarktung ökologischer Lebensmittel.

Naturland Partner in Palästina als „Mutmacher“ ausgezeichnet – Preisverleihung am 8. September

Nasser Abufarha Der Direktor des Naturland Fair Partners Canaan Fair Trade aus Palästina, Nasser Abufarha, ist einer der fünf Preisträger des One World Award 2017. Er wird für seine Pionierleistung im Öko-Landbau und Fairen Handel im Nahen Osten geehrt.

„Wir freuen uns, dass Nasser Abufarha mit diesem renommierten Preis ausgezeichnet wird. Seine Arbeit in Palästina ist ein authentisches und innovatives Beispiel dafür, wie Bauern von Öko und Fair profitieren können“, sagte Naturland Präsident Hubert Heigl am Montag anlässlich der offiziellen Bekanntgabe der Preisgewinner.

2017 Peasants rights 250Weltweit produzieren Millionen von Kleinbauern, Subsistenzlandwirten, Hirten, Fischern und anderen ländlichen Erzeugern den Großteil aller Lebensmittel. Durch die Ausdehnung der Agrarindustrie, Landraub und eine fehlgeleitete Subventionspolitik, ist die Bäuerliche Landwirtschaft in Gefahr.

Bauern- und Menschenrechtsbewegungen aus aller Welt wollen mit einer Erklärung unter dem Schirm der Vereinten Nationen ein rechtliches Rahmenwerk zu deren Schutz schaffen. Eine Petition ermöglicht zur Teilnahme. Naturland unterstützt diesen Prozess und nahm im März an einem gemeinsamen Kongress teil.

 

17 Kampagne FFH 250

Der diesjährige Weltladentag am 13. Mai steht ganz im Zeichen der Zukunftsvisionen des Fairen Handels zur Bundestagswahl: Faire Arbeitsbedingungen weltweit, eine bäuerliche Landwirtschaft, die alle Menschen ernährt, ein menschenwürdiger Umgang mit allen.

Über 400 Weltläden und Weltgruppen in ganz Deutschland sind im Rahmen der Kampagne von Forum Fairer Handel und Weltladen-Dachverband dazu aufgerufen, politische und gesellschaftliche Unterstützung für diese Visionen zu mobilisieren. Naturland als Mitglied des Forum Fairer Handel trägt diese Kampagne mit. Seit bald dreißig Jahren setzt sich Naturland national wie international für die Verbindung von Öko-Landbau, sozialer Verantwortung und Fairem Handel ein.

Green Net Michael Commons 250

Vom 7.-10. März 2017 richtet die Stiftung „Haus der Bauern“ in Schwäbisch Hall einen internationalen Kongress zu den Rechten von Kleinbauern aus.  Naturland ist eine der Partnerorganisationen des Kongresses. Millionen von Kleinbauern, Subsistenzlandwirten, Hirten, Fischern und Indigenen produzieren weltweit auf kleinsten Flächen den größten Teil aller Lebensmittel. Trotzdem werden sie von Politik und Regierungen vernachlässigt und immer mehr von der Agrarindustrie verdrängt.

Kleinbäuerinnen und Kleinbauern aus der ganzen Welt und Vertreter und Vertreterinnen unterschiedlichster Organisationen beleuchten die aktuelle Situation der kleinbäuerlichen Landwirtschaft weltweit.

Mit Blick auf die Bundestagswahl formuliert die diesjährige Kampagne von Forum Fairer Handel und Weltladen-Dachverband drei Zukunftsvisionen: „Faire Arbeitsbedingungen weltweit“, „Eine bäuerliche Landwirtschaft, die alle Menschen ernährt“ sowie ein „Menschenwürdiger Umgang mit allen“.

Die Visionen sowie die politischen Forderungen zu deren Umsetzung wurden heute in Berlin und Mainz veröffentlicht. 2017 ist ein entscheidendes Wahljahr in Deutschland. Am 24. September wird der Bundestag neu gewählt.

Der am 21. Dezemer von der Bundesregierung verabschiedete Nationale Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) bleibt weit hinter den Erwartungen der Fair-Handels-Organisationen und von 83 Prozent der deutschen Bevölkerung zurück. Deutsche Unternehmen können damit weiter von Menschenrechtsverletzungen in ihren Lieferketten profitieren, ohne rechtliche Konsequenzen fürchten zu müssen.

„Der Nationale Aktionsplan ist eine Enttäuschung. Die Interessen großer Unternehmen sind der Bundesregierung offensichtlich wichtiger, als das Wohlergehen von Menschen in anderen Teilen der Welt, die unsere Alltagsgüter produzieren“, so Armin Massing, Geschäftsführer des Forum Fairer Handel. Im Aktionsplan hat die Bundesregierung die Unternehmen nicht per Gesetz dazu verpflichtet, ihrer menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht nachzukommen, sondern sie drückt lediglich eine entsprechende Erwartung aus. Nicht einmal die Unternehmen im Eigentum des Bundes werden zu menschenrechtlicher Sorgfaltspflicht verpflichtet.