Erzeuger

Innerhalb weniger Jahre erlebte die ökologische Schweinehaltung eine rasante Entwicklung. Geprägt durch einen Strukturwandel der Betriebe und ein rasches Wachsen des Marktes ist die Erzeugung von Öko-Schweinefleisch attraktiver denn jeh!

Während in der Vergangenheit die ökologische Schweinehaltung eine eher untergeordnete Rolle spielte, hat sich in jüngster Zeit der Markt für ökologisch erzeugtes Schweinefleisch stark entwickelt. Durch wachsendes Interesse an der Öko-Schweinehaltung ist zu erwarten, dass Angebot und Nachfrage immer besser aufeinander abgestimmt und so die noch bestehenden Ungleichgewichte auf dem Schweinemarkt aufgehoben werden können. Jährlich werden deutschlandweit ca. 27 Millionen Schweine, davon 250.000 auf Öko-Höfen, gehalten.

 

Fütterung
Schwein JH 2Öko-Schweine werden zu mindestens 95% mit Öko-Futter gefüttert - ab 2018 sogar zu 100%. Mindestens die Hälfte des Futters muss vom Naturland Bauern selbst erzeugt.


Tiergesundheit
Vorbeugend dürfen keine chemisch-synthetischer (allopathischer) Arzneimittel (z.B. Antibiotika) eingesetzt werden, ebenso wenig wie Leistungs- und Wachstumsförderer. Die Ställe dürfen nur mit Mitteln gereinigt und desinfiziert werden, die laut der EG-Öko-Verordnung zulässig sind.

 

Schweinrassen
Öko-Bauern versuchen, einen goldenen Mittelweg zwischen fetten, robusten Rassen mit höchster Fleischqualität und Rassen mit magerem Fleisch und weniger Rückenspeck zu finden. Hierzu gehören die Deutsche Landrasse und das Deutsche Edelschwein in Kreuzungen mit Duroc oder stressresistentem Piétrain.

Ferkelerzeugung

In der Ferkelerzeugung stellt das Absatzferkelmanagement die schwierigste Phase der Ferkelproduktion dar.  Für Ferkel ist die Zeit nach dem Absetzen sehr stark mit Stress verbunden (Trennung von der Muttersau, Umstellung des Futters), weswegen in dieser Zeit besonders auf die Gestaltung der Futterration, der Fütterungsintervalle, der Hygiene und der Wasserverfügbarkeit zu achten ist. Normalerweise bleiben Absatzferkel bis zu einem Gewicht von 25-30 kg (ca. 80 Tage) am Betrieb.


Schwein JH 1

 

 Schweinemast
Generell ist die ökologische Schweinemast hinsichtlich der Leistungsdaten sehr unterschiedlich ausgeprägt. Durchschnittlich wird ein Öko-Schwein 145 Tage gemästet und erreicht damit ein Schlachtgewicht von ca. 95 kg. Je nach Rasse/ Kreuzung, Fütterung, Hygiene- und Haltungsbedingungen schwanken die Tageszunahmen zwischen 600 und 750 Gramm. Es muss in der ökologischen Schweinmast mit Verlusten von 2-3% gerechnet werden. Die Kraftfutterverwertung liegt im Mittel bei 1:3,2 bis 1:3,5.

Laut EU-Öko-Verordnung dürfen seit dem 1.1.2012 Ferkel nur noch mit einer Schmerzmittelbehandlung bzw. Betäubung kastriert werden. Bei Naturland ist die Schmerzmittelbehandlung bereits seit Jahren vorgeschrieben und gängige Praxis. Ziel ist es, solche Eingriffe ganz zu vermeiden und stattdessen die Mast von „geruchsneutralen“ Ebern weiter zu entwickeln.

 

Wodurch unterscheiden sich die ökologische und die konventionelle Schweinehaltung?

Tabelle Vergleich Schweinehaltung

 

Veranstaltungen und weiterführende Informationen

Innerhalb weniger Jahre erlebte die ökologische Schweinehaltung eine rasante Entwicklung. Geprägt durch einen Strukturwandel der Betriebe und ein rasches Wachsen des Marktes ist die Erzeugung von Öko-Schweinefleisch attraktiver denn jeh!

Während in der Vergangenheit die ökologische Schweinehaltung eine eher untergeordnete Rolle spielte, hat sich in jüngster Zeit der Markt für ökologisch erzeugtes Schweinefleisch stark entwickelt. Durch wachsendes Interesse an der Öko-Schweinehaltung ist zu erwarten, dass Angebot und Nachfrage immer besser aufeinander abgestimmt und so die noch bestehenden Ungleichgewichte auf dem Schweinemarkt aufgehoben werden können. Jährlich werden deutschlandweit ca. 27 Millionen Schweine, davon 250.000 auf Öko-Höfen, gehalten.

 

Fütterung
Schwein JH 2Öko-Schweine werden zu mindestens 95% mit Öko-Futter gefüttert - ab 2018 sogar zu 100%. Mindestens die Hälfte des Futters muss vom Naturland Bauern selbst erzeugt.


Tiergesundheit
Vorbeugend dürfen keine chemisch-synthetischer (allopathischer) Arzneimittel (z.B. Antibiotika) eingesetzt werden, ebenso wenig wie Leistungs- und Wachstumsförderer. Die Ställe dürfen nur mit Mitteln gereinigt und desinfiziert werden, die laut der EG-Öko-Verordnung zulässig sind.

 

Schweinrassen
Öko-Bauern versuchen, einen goldenen Mittelweg zwischen fetten, robusten Rassen mit höchster Fleischqualität und Rassen mit magerem Fleisch und weniger Rückenspeck zu finden. Hierzu gehören die Deutsche Landrasse und das Deutsche Edelschwein in Kreuzungen mit Duroc oder stressresistentem Piétrain.

Ferkelerzeugung

In der Ferkelerzeugung stellt das Absatzferkelmanagement die schwierigste Phase der Ferkelproduktion dar.  Für Ferkel ist die Zeit nach dem Absetzen sehr stark mit Stress verbunden (Trennung von der Muttersau, Umstellung des Futters), weswegen in dieser Zeit besonders auf die Gestaltung der Futterration, der Fütterungsintervalle, der Hygiene und der Wasserverfügbarkeit zu achten ist. Normalerweise bleiben Absatzferkel bis zu einem Gewicht von 25-30 kg (ca. 80 Tage) am Betrieb.


Schwein JH 1

 

 Schweinemast
Generell ist die ökologische Schweinemast hinsichtlich der Leistungsdaten sehr unterschiedlich ausgeprägt. Durchschnittlich wird ein Öko-Schwein 145 Tage gemästet und erreicht damit ein Schlachtgewicht von ca. 95 kg. Je nach Rasse/ Kreuzung, Fütterung, Hygiene- und Haltungsbedingungen schwanken die Tageszunahmen zwischen 600 und 750 Gramm. Es muss in der ökologischen Schweinmast mit Verlusten von 2-3% gerechnet werden. Die Kraftfutterverwertung liegt im Mittel bei 1:3,2 bis 1:3,5.

Laut EU-Öko-Verordnung dürfen seit dem 1.1.2012 Ferkel nur noch mit einer Schmerzmittelbehandlung bzw. Betäubung kastriert werden. Bei Naturland ist die Schmerzmittelbehandlung bereits seit Jahren vorgeschrieben und gängige Praxis. Ziel ist es, solche Eingriffe ganz zu vermeiden und stattdessen die Mast von „geruchsneutralen“ Ebern weiter zu entwickeln.

 

Wodurch unterscheiden sich die ökologische und die konventionelle Schweinehaltung?

Tabelle Vergleich Schweinehaltung

 

Veranstaltungen und weiterführende Informationen

Tagungen

Jährlich findet eine Schweinhaltertagung von Naturland und Bioland statt.
Vorträge der letzten Tagung finden Sie ›hier.

Merkblatt Ebermast

Titel Merkblatt Ebermast


file ico Ebermast im Biobetrieb (PDF, 1,09 MB)

Merkblatt Erfolgreiches Absetzen der Bioferkel

 

Titelbild Fibl Merkblatt Bioferkel


file ico Erfolgreiches Absetzen der Bioferkel (PDF, 277 MB)

Grundlagen der ökologischen Schweinehaltung

Diese Beratungsübersicht „ Die Schweinehaltung im ökologischen Landbau soll über wichtige Regelungen zum Ökolandbau in Bayern einschließlich der Umstellung auf diese Bewirtschaftungsform informieren. Sie erhebt keinen Anspruch auf Rechtsverbindlichkeit und Vollständigkeit.
Die EG-Öko-Basis-Verordnung (EG) Nr. 834/2007 und die Durchführungsvorschriften (EG) Nr. 889/2008, bilden den unteren gesetzlichen Level und damit die Basis dieser Zusammenstellung.
www.aelf-ba.bayern.de/pflanzenbau/22156/index.php

Ökologische Schweinefütterung

Voraussetzung zur bedarfsgerechten Fütterung der Ökoschweine ist die Kenntnis des jeweiligen Nährstoffbedarfs sowie der verfügbaren Nährstoffe im Futter. In der Ökofibel finden sich deshalb neben den Vorgaben der Ökoverbände sowohl Grundsätze und Richtwerte zur Versorgung als auch aktuelle Futterinhaltswerte. Für Zuchtsauen, Ferkel und Mastschweine werden zahlreiche Beispielsrationen '100% Öko' vorgestellt. Faustzahlen Futter- und Wasserbedarf, Hilfsmittel zur Sicherung der Fütterungs- und Haltungsqualität bilden den Abschluss der 60-seitigen Fütterungsfibel für Ökoschweine.
www.lfl.bayern.de/ite/schwein/10914/

Ökologische Schweinehaltung – Zukunftsweisende Haltungsverfahren

Okologische Schweinehaltung KTBL Buchtitel

 

Bestell-Nr.     11484
ISBN            978-3-941583-49-8
Ausgabe       2011, 196 S.Preis            25,00 €

 

Die ökologische Schweinehaltung ist ein interessanter, aber noch junger Betriebszweig, in den eine Investition lohnenswert sein kann. Bisher gibt es jedoch nur wenige professionelle Lösungen für die Haltung von Ökoschweinen in wirtschaftlich bedeutsamen Beständen. Schwerpunkt dieser Schrift ist deshalb die Gestaltung der Ställe, Buchten und Ausläufe für Schweine, wie sie nach den Richtlinien der EG-Öko-Verordnungen zulässig sind.

Beispiele für die Gestaltung von Abferkelbuchten werden mit Fotos, Grundriss- und Querschnittszeichnungen ausführlich beschrieben. Ebenso bietet die Schrift einen Überblick über Haltungsverfahren für die Mastschweinehaltung, die Ferkelaufzucht und für den Deck- und Wartebereich. Haltungsgrundsätze und wichtige Baudetails werden ausführlich beschrieben: Dies sind die Klimasteuerung in Stall und Auslauf, der Liegebereich, die Buchtenabtrennungen, Türen, Tore und Verschlüsse, Komfort und Beschäftigung, Möglichkeiten der Einstreu und der Entmistung, der Fressbereich und Tränken.

Investitionswilligen Landwirten und allen, die sich für die ökologische Schweinehaltung interessieren, bietet diese Schrift einen schnellen Überblick über zukunftsweisende Lösungen und zu beachtende Haltungsgrundsätze.