Erzeuger
Naturland Bienen auf Honigwaben

Für die Fruchtbarkeit von Kultur- und Wildpflanzen nehmen die Honigbienen eine unverzichtbare Stellung im Naturhaushalt ein. Wissen, Aufmerksamkeit und Wertschätzung ihrer Funktion für eine stabile Ökologie und Artenvielfalt hat durch die Thematisierung in vielen Medien zugenommen.
Jede/r ImkerIn hat wohl schon erlebt, dass er oder sie nach dem Bienensterben gefragt wurde, ob es denn wirklich so schlimm sei, ob Einstein denn wohl recht hatte mit seiner ihm zugeschriebenen düsteren Prognose vom baldigen Ende der Menschheit, wenn die Bienen erst einmal verschwunden sein werden.

Der Superorganismus „Bien“ hat während zig-Millionen von Jahren einen evolutionären Prozess stets erfolgreich durchlaufen und mitgeprägt. Den ursprünglichen Bedürfnissen und Lebensäusserungen werden die heutigen konventionellen Haltungsformen und häufig auch die Qualität der Lebensräume jedoch kaum gerecht.
Tatsächlich gibt es Anlass zur Sorge um die Tiergesundheit. Wissenschaftler und Praktiker sind sich einig, dass der chronische Stress aus verschiedenen Quellen die Vitalität  und die Widerstandskraft  der Bienenvölker überfordern. Die heutige landwirtschaftliche Praxis ist geprägt von grossflächigen Monokulturen und dem Einsatz von Pestiziden und Agrarchemie. Parasitosen in Verbindung mit Superinfektionen, imkerliche Eingriffe und der ursprünglichen Natur der Bienen fremde, zuerst am ökonomischen Nutzen ausgerichtete Betriebsweisen und Zuchtziele, die Ausbreitung invasiver Pflanzenarten, die Verschiebung von Trachtperioden durch die Klimaveränderung, möglicherweise auch die allgegenwärtige Funkstrahlung, sind weitere Faktoren, die zum bedenklichen Zustand nicht nur der Honigbienenvölker, sondern auch der Wildbienenarten beitragen.

Mit der Entwicklung und gesetzlichen Regelung von Richtlinien für eine ökologisch orientierte Landwirtschaft und Tierhaltung hat sich auch in Teilen der Imkerschaft eine Bereitschaft zur kritischen Betrachtung der überkommenen Haltungspraxis herausgebildet. EU-Öko- und Verbandsrichtlinien formulieren den Rahmen, der eine am Tierwohl orientierte Bienenhaltung bei grösstmöglicher Produktqualität ermöglicht.  Sie erlegen den Öko-Imkern eine besondere Sorgfaltspflicht im Umgang mit ihren Tieren und deren Produkten auf.

Ökologische („Bio“-) Imkerei versucht, den Tieren in ihren Ansprüchen so weitgehend wie möglich gerecht zu werden. Gesundheit und Vitalität der Bienen ist für Öko-ImkerInnen ebenso wichtig wie die Qualität ihrer Betriebs- und Arbeitsweisen und somit auch der Erzeugnisse.

Als Naturland Imker können Sie auf vom Verband organisierten Tagungen im Kreise gleichgesinnter Kollegen Erfahrungen über die ökologische Imkerei austauschen. Von Ihrem Fachberater erhalten Sie per Newsletter Informationen über aktuelle Entwicklungen.

Der Schritt zur Umstellung Ihres Betriebes wird Ihnen neue Absatzwege erschließen. Das Naturland-Logo ist beim ernährungsbewussten Verbraucher wohlbekannt.

Die ausführliche Naturland Richtlinie zur Öko-Imkerei finden Sie hier: file ico Naturland Richtlinien zur ökologischen Imkerei (PDF, 333 KB)

Weitere Information finden Sie auch in unserem Imker-Flyer: file ico Naturland Imker-Flyer (PDF, 3,06 MB)

Für die Fruchtbarkeit von Kultur- und Wildpflanzen nehmen die Honigbienen eine unverzichtbare Stellung im Naturhaushalt ein. Wissen, Aufmerksamkeit und Wertschätzung ihrer Funktion für eine stabile Ökologie und Artenvielfalt hat durch die Thematisierung in vielen Medien zugenommen.
Jede/r ImkerIn hat wohl schon erlebt, dass er oder sie nach dem Bienensterben gefragt wurde, ob es denn wirklich so schlimm sei, ob Einstein denn wohl recht hatte mit seiner ihm zugeschriebenen düsteren Prognose vom baldigen Ende der Menschheit, wenn die Bienen erst einmal verschwunden sein werden.

Der Superorganismus „Bien“ hat während zig-Millionen von Jahren einen evolutionären Prozess stets erfolgreich durchlaufen und mitgeprägt. Den ursprünglichen Bedürfnissen und Lebensäusserungen werden die heutigen konventionellen Haltungsformen und häufig auch die Qualität der Lebensräume jedoch kaum gerecht.
Tatsächlich gibt es Anlass zur Sorge um die Tiergesundheit. Wissenschaftler und Praktiker sind sich einig, dass der chronische Stress aus verschiedenen Quellen die Vitalität  und die Widerstandskraft  der Bienenvölker überfordern. Die heutige landwirtschaftliche Praxis ist geprägt von grossflächigen Monokulturen und dem Einsatz von Pestiziden und Agrarchemie. Parasitosen in Verbindung mit Superinfektionen, imkerliche Eingriffe und der ursprünglichen Natur der Bienen fremde, zuerst am ökonomischen Nutzen ausgerichtete Betriebsweisen und Zuchtziele, die Ausbreitung invasiver Pflanzenarten, die Verschiebung von Trachtperioden durch die Klimaveränderung, möglicherweise auch die allgegenwärtige Funkstrahlung, sind weitere Faktoren, die zum bedenklichen Zustand nicht nur der Honigbienenvölker, sondern auch der Wildbienenarten beitragen.

Mit der Entwicklung und gesetzlichen Regelung von Richtlinien für eine ökologisch orientierte Landwirtschaft und Tierhaltung hat sich auch in Teilen der Imkerschaft eine Bereitschaft zur kritischen Betrachtung der überkommenen Haltungspraxis herausgebildet. EU-Öko- und Verbandsrichtlinien formulieren den Rahmen, der eine am Tierwohl orientierte Bienenhaltung bei grösstmöglicher Produktqualität ermöglicht.  Sie erlegen den Öko-Imkern eine besondere Sorgfaltspflicht im Umgang mit ihren Tieren und deren Produkten auf.

Ökologische („Bio“-) Imkerei versucht, den Tieren in ihren Ansprüchen so weitgehend wie möglich gerecht zu werden. Gesundheit und Vitalität der Bienen ist für Öko-ImkerInnen ebenso wichtig wie die Qualität ihrer Betriebs- und Arbeitsweisen und somit auch der Erzeugnisse.

Als Naturland Imker können Sie auf vom Verband organisierten Tagungen im Kreise gleichgesinnter Kollegen Erfahrungen über die ökologische Imkerei austauschen. Von Ihrem Fachberater erhalten Sie per Newsletter Informationen über aktuelle Entwicklungen.

Der Schritt zur Umstellung Ihres Betriebes wird Ihnen neue Absatzwege erschließen. Das Naturland-Logo ist beim ernährungsbewussten Verbraucher wohlbekannt.

Die ausführliche Naturland Richtlinie zur Öko-Imkerei finden Sie hier: file ico Naturland Richtlinien zur ökologischen Imkerei (PDF, 333 KB)

Weitere Information finden Sie auch in unserem Imker-Flyer: file ico Naturland Imker-Flyer (PDF, 3,06 MB)

Umstellung auf Öko-Imkerei

Die Umstellung auf ökologische Wirtschaftsweise erfolgt in einer mindestens einjährigen Periode. Beginn der Umstellungszeit ist das Datum des Vertragsabschlusses mit einer  staatlich beliehenen, privaten Kontrollstelle. Ein sachkundiger Inspektor nimmt bei einem ersten Besuch alle betrieblich relevanten Daten auf und verzeichnet in einem Kontrollbericht die noch zu treffenden Massnahmen und notwendigen Veränderungen zur Erfüllung der Richtlinien.
Vor der Anerkennung als Bio-Betrieb wird zum Ende der Umstellungszeit die Rückstandsfreiheit von imkerlich benutzten Pestiziden durch eine Wachsanalyse ermittelt.

Trachtgebiete

Naturland BienenvölkerIn einem dicht besiedelten, hoch industrialisierten Land ist es nur in Ausnahmefällen möglich, Bienen ausschließlich in naturbelassenen oder ökologisch bewirtschafteten Gebieten sammeln zu lassen. Öko-Imker dürfen Bienenstöcke während der Blütezeit ihre Völker jedoch nur in Trachtgebieten  aufstellen, an denen negative Einflüsse, sofern sie über ein unvermeidbares Mass hinausgehen, auf die Imkerei-Erzeugnisse nicht zu erwarten sind. So ist z.B. die Wanderung in konventionelle Obstkulturen zu Bestäubungszwecken nur erlaubt, wenn die daraus geernteten Bienenprodukte nicht als „Bio“ deklariert werden. Im Verdachtsfall werden Analysen auf Rückstände durchgeführt.

dürfen nur aus natürlichem Material bestehen. Ausgenommen sind Kleinteile wie z.B. Abstandshalter, Futtergeschirre, Folien etc. Für die Königinnenzucht noch vorhandene Kunststoffkästchen müssen nach und nach ersetzt werden. Aussenanstriche müssen aus Pflanzenöl oder lösungsmittelfreien bzw. wasserlöslichen Farben bestehen. Die Reinigung und Desinfektion ist nur mit Hize und Mechanisch erlaubt. Die Beuten sind als Eigentum des Imkers zu kennzeichnen.

dürfen nur aus natürlichem Material bestehen. Ausgenommen sind Kleinteile wie z.B. Abstandshalter, Futtergeschirre, Folien etc. Für die Königinnenzucht noch vorhandene Kunststoffkästchen müssen nach und nach ersetzt werden. Aussenanstriche müssen aus Pflanzenöl oder lösungsmittelfreien bzw. wasserlöslichen Farben bestehen. Die Reinigung und Desinfektion ist nur mit Hize und Mechanisch erlaubt. Die Beuten sind als Eigentum des Imkers zu kennzeichnen.

Bienenwohnungen

Bienenwohnungen dürfen nur aus natürlichem Material bestehen. Ausgenommen sind Kleinteile wie z.B. Abstandshalter, Futtergeschirre, Folien etc. Für die Königinnenzucht noch vorhandene Kunststoffkästchen müssen nach und nach ersetzt werden. Aussenanstriche müssen aus Pflanzenöl oder lösungsmittelfreien bzw. wasserlöslichen Farben bestehen.
Die Reinigung und Desinfektion ist nur mit Hize und Mechanisch erlaubt. Die Beuten sind als Eigentum des Imkers zu kennzeichnen.

Tiergesundheit

Der Erhalt der Selbstheilungskräfte der Bienenvölker wird durch vorbeugende Massnahmen wie möglichst stressarme Bearbeitung, Verwendung tiergerechter Materialien, Auswahl geeigneter Standorte, Selektion auf genetisch stabile, vitale Linien, ausreichende Versorgung mit Honig, Pollen, Wasser etc. gefördert.   
Der Einsatz von chemisch-synthetischen Medikamenten ist verboten.

Bienenwachs

Bienenwachs als Teil des Bien-Körpers muss von grösstmöglicher Reinheit sein. In den Betriebskreislauf eingeführtes Wachs muss aus zertifizierten ökologisch geführten Imkereien stammen. Ein permanentes Ausscheiden von mehrfach bebrüteten Altwaben soll aus der Umwelt herrührende Belastungen vermeiden.
Den Bienen ist Gelegenheit zum Errichten natürlichen Wabenbaus in mehreren Rähmchen zu geben.
Für die Umarbeitung von Rohwachs zu Mittelwänden soll vorzugsweise Wachs aus Wildbau und Entdeckelungswachs verwendet werden.
Die Behandlung von Parasitosen wie z.B. Varroose darf ausschliesslich mit in den Richtlinien ausdrücklich beschriebenen Mitteln („Positiv-Liste) durchgeführt werden. Ausser organischen Säuren sind mechanische und thermische Verfahren erlaubt. Die Freiheit von in der Bio-Imkerei nicht erlaubten Mitteln wird durch eine Wachsanalyse zum Ende der  Umstellungszeit festgestellt.

Fütterung

Zur Bildung ausreichender Vorräte während der Winterruhe muss ein Teil des Honigs belassen werden, ergänzend darf ausschliesslich Bio-Zucker bzw. – sirup gefüttert werden.
Für eine evtl. Notfütterung in Trachtlücken muss Bio-Honig angeboten werden.

Ziel der Zucht ist es, mit einer an die ökologischen Gegebenheiten des Standortes angepassten, allgemein widerstandsfähigen und varroatoleranten Biene zu imkern. Europäischen Rassen der Apis Mellifera und ihren lokalen Öko-Typen ist der Vorzug zu geben.

Natürliche Zucht- und Vermehrungsverfahren sind zu bevorzugen.
Die Vermehrung soll aus dem Schwarmtrieb heraus erfolgen. Eine Vorwegnahme des Schwarms durch die Bildung eines Kunstschwarms und Teilung des Restvolkes zur weiteren Vermehrung ist, ebenso wie die Rückvereinigung vorweggenommener Schwärme, möglich.

Vermehrung

Ziel der Zucht ist es, mit einer an die ökologischen Gegebenheiten des Standortes angepassten, allgemein widerstandsfähigen und varroatoleranten Biene zu imkern. Europäischen Rassen der Apis Mellifera und ihren lokalen Öko-Typen ist der Vorzug zu geben.

Natürliche Zucht- und Vermehrungsverfahren sind zu bevorzugen.
Die Vermehrung soll aus dem Schwarmtrieb heraus erfolgen. Eine Vorwegnahme des Schwarms durch die Bildung eines Kunstschwarms und Teilung des Restvolkes zur weiteren Vermehrung ist, ebenso wie die Rückvereinigung vorweggenommener Schwärme, möglich.

Honiggewinnung

Die wertgebenden Bestandteile des Honigs sollen durch Gewinnung, Lagerung und Abfüllung möglichst wenig beeinträchtigt werden.
Die Entfernung der Bienen vom Honig muss möglichst sanft geschehen

Der Honig darf nur mit lebensmittelechten Materialien in Berührung kommen. Beim Schleudern, Sieben, Klären und anschließendem Abfüllen oder nach dem Festwerden darf der Honig nicht über 38°C erwärmt werden. Jegliche Art der Druckfiltration ist untersagt.
Der Honig ist möglichst vor dem ersten Festwerden abzufüllen.

Die Lagerung soll dunkel, kühl und trocken erfolgen.

Es müssen über die gesetzlichen Bestimmungen hinaus die im Folgenden festgelegten Kriterien
erfüllt werden:

  • Wassergehalt, gemessen nach der AOAC Methode, maximal 18 % (Heidehonig 21,5%),
  • HMF-Gehalt, gemessen nach Winkler, maximal 10 mg/kg
  • Invertasezahl, mindestens 10
  • Honig, welcher den Qualitätskriterien bezüglich HMF-, Enzym- und Wassergehalt nicht genügt, darf unter Nutzung des Naturland Zeichens lediglich als Verarbeitungshonig vermarktet werden.
  • Im Honig dürfen keine Rückstände von Chemotherapeutika nachweisbar sein, die auf eine unzulässge Behandlung schließen lassen.

Dokumentation

Über alle imkerlichen Maßnahmen sind Aufzeichnungen zu führen, die während der jährlichen Kontrolle durch eine unabhängige Zertifizierungsstelle die Nachvollziehbarkeit aller Maßnahmen und der Qualität der eingesetzten Mittel und Mengen ermöglichen.
Dazu gehören neben der Führung eines Standbuches ein Honigkonto, die Beschreibung der Standorte, der Betriebseinrichtungen, eventuelle Wanderungen, Behandlungen gegen Varroose, Fütterung und  Vermehrung.

Weitere Informationen

Rückstandskontrolle bei Öko-Honig
Zur Behandlung von Varroa-Milben dürfen in der ökologischen Bienenhaltung gemäß EG-Öko-Verordnung organische Säuren eingesetzt werden. Diese können zu Rückständen im Öko-Honig führen. Die Rückstände sind zwar gesundheitlich unbedenklich, können aber geschmackliche Auswirkungen haben und verstoßen gegen die Honigverordnung. Ziel eines Bundesprogramm-Projekts war daher die Entwicklung eines Rückstands-Kontrollsystem für organische Säuren im Honig.